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Neues Wirtschaftsmodell: Die Zukunft laut Rifkin
Jeremy Rifkin

Neues Wirtschaftsmodell: Die Zukunft laut Rifkin

Foto: Anouk Antony
Jeremy Rifkin
Wirtschaft 2 Min. 26.12.2015

Neues Wirtschaftsmodell: Die Zukunft laut Rifkin

Luxemburg wird zum „Lernlabor“ für Jeremy Rifkins Vision einer Dritten Industriellen Revolution. Heute stellt der Wirtschaftsminister das Projekt im Wirtschaftsausschuss der Chamber vor. Die Akteure erklären, wie die konkrete Gestaltung dieser Vision aussehen wird.

Dieser Artikel wurde bereits im Oktober 2015 veröffentlicht.


(las/lb) Luxemburg wird zum „Lernlabor“ für Jeremy Rifkins Vision einer Dritten Industriellen Revolution. Doch um was geht es? Vor einem Monat kündigte die luxemburgische Regierung eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Ökonom Jeremy Rifkin an. Die Idee ist, dass das Land zum Vorreiter einer nachhaltigen und vernetzten Wirtschaft wird. Am 29. Oktober stellt der Wirtschaftsminister das Projekt im Wirtschaftsausschuss der Chamber vor.

„Als ich Jeremy Rifkins Buch über die Dritte Industrielle Revolution las, fand ich darin zahlreiche Ideen, die wir in Luxemburg umsetzen wollten“, erzählt Wirtschaftsminister Etienne Schneider. Ab 2011 sorgte Rifkin mit seinem Bestseller nicht nur in Luxemburg für Aufsehen. Seitdem hat der US-Ökonom mit seinem Unternehmen TIR Consulting Group zahlreiche Regionen beraten – von der Stadt Rom bis zu der französischen Region Nord-Pas-de-Calais.

Zusammen mit der Handelskammer und IMS Luxemburg (ein Unternehmensverband, der sich für Nachhaltigkeit einsetzt) hat das Wirtschaftsministerium nun Rifkin als Berater engagiert. Die Grundlagen einer emissionsarmen und damit nachhaltigen Wirtschaft, die er in seinem Buch konzipiert, sollen nun in Luxemburg umgesetzt werden. Dabei soll ein neues Wirtschaftsmodell entstehen.

Für den US-Ökonomen hat das heutige Wirtschaftsmodell, das auf fossilen Brennstoffen beruht, ausgedient. Dies beweisen das schwache Wachstum und die hohe Arbeitslosigkeit. Zudem macht auch der bedrohliche Klimawandel es für ihn unabdingbar, auf ein ökonomisches Entwicklungsmodell umzusteigen, das auf grünen Strom setzt. Genau diese Umstellung soll Arbeitsplätze schaffen und zugleich einen nachhaltigen Energiekonsum ermöglichen.

Um die Wende zu schaffen, benötigt man allerdings einen genauen Plan und gewisse Infrastrukturen. Konkret schlägt der Visionär die Vernetzung von ICT, Energie und Mobilität vor, damit wir uns soweit wie möglich von fossilen Energieträgern lösen können. Die Energieeinsparung ist dabei ein wichtiger Faktor: Eine neue Kommunikations- und Energieinfrastruktur soll die Reduzierung des Stromverbrauchs herbeiführen und den Stromaustausch in einem dezentralen Netz von kleinen Produzenten und Verbrauchern ermöglichen.

Hier erklären die Akteure, wie die konkrete Gestaltung dieser Vision in Luxemburg aussehen wird.

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