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Neues Sicherheitsverfahren für Kreditkarte: Mit Geheimcode und persönlichem Spruch
Wirtschaft 14.06.2016

Neues Sicherheitsverfahren für Kreditkarte: Mit Geheimcode und persönlichem Spruch

Das neue Verfahren soll Einkäufe im Internet mit der Kreditkarte sicherer machen.

Neues Sicherheitsverfahren für Kreditkarte: Mit Geheimcode und persönlichem Spruch

Das neue Verfahren soll Einkäufe im Internet mit der Kreditkarte sicherer machen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 14.06.2016

Neues Sicherheitsverfahren für Kreditkarte: Mit Geheimcode und persönlichem Spruch

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Bankkunden mit Visa- oder Master-Card ist in den letzten Tagen ein Informationsblatt zum neuen 3D-Secure-Verfahren für Online-Einkäufe ins Haus geflattert. Die neue Technik soll dem Kreditkartenbetrug im Netz einen Riegel vorschieben.

(vb) – Bankkunden mit Visa- oder Master-Card ist in den letzten Tagen ein Informationsblatt zum neuen 3D-Secure-Verfahren für Online-Einkäufe ins Haus geflattert. Die neue Technik soll dem Kreditkartenbetrug im Netz einen Riegel vorschieben.

Kern des neuen Sicherheitsverfahrens, das gemeinsam von den Kreditkartenanbietern Visa Card und Master Card entwickelt wurde, steht ein Code, der für jeden Kauf neu generiert wird. Kunden, die den neuen Sicherheitsstandard verwenden wollen, müssen 3D-Secure zunächst auf der Online-Seite ihrer Bank freischalten. Dabei können sie sich entscheiden, ob sie sich den Code auf ihr Handy schicken lassen oder ob sie ihr Token verwenden wollen.

Außerdem gibt der Kunde bei der Registrierung eine „Persönliches Sicherheitsmeldung“ ein – also einen beliebigen Spruch des Nutzers.

Bei Online-Shops, die 3D-Secure nutzen, wird beim Bezahlvorgang ein Kontakt zur Bank hergestellt. Dies ist ersichtlich an der persönlichen Sicherheitsmeldung, die auf dem Feld erscheint. Anschließend bekommt der Käufer seinen Code per SMS geschickt oder gibt den Code des Tokens ein. Nur mit dem korrekten Code wird die Zahlung durchgeführt.

Diese Animation zeigt, wie man im Netz mit 3D-Secure bezahlt:

Bankkunden mit Kreditkarte kennen 3D-Secure schon seit 2012. In den ersten Jahren funktionierte es allerdings mit einem Passwort, das der Kartenbesitzer sich selbst aussuchen konnte. Dies wird jetzt geändert.

Die Banken fordern ihre Kunden zwar auf, sich für das neue 3D-Secure freizuschalten. Obligatorisch ist das Verfahren jedoch nicht. Außerdem nutzt nur ein Teil der Online-Händler 3D-Secure. Der Handelsriese Amazon beispielsweise verzichtet darauf.

Interessant ist das System vor allem für Online-Händler. Bei korrekt abgewickeltem Verfahren kann der Kunde nicht mehr einfach behaupten, er habe die Zahlung nicht veranlasst. Bisher gingen Rückbuchungen – egal aus welchem Anlass – immer zu Lasten des Händlers. Mit 3D-Secure geht eine Haftungsumkehr („Liability Shift“) einher. Der Kunde muss bei einem Streitfall erst einmal beweisen, dass seine Kreditkarte wirklich missbraucht wurde.


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(Archivbild vom 27.02.2008/Die Ver�ffentlichung ist f�r dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)
Foto: Thomas Frey
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