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Neuer Studiengang zur Digitalisierung im Finanzsektor
Wirtschaft 23.04.2021

Neuer Studiengang zur Digitalisierung im Finanzsektor

Viele Tätigkeiten in Finanzhäusern - von Transaktionsüberwachung bis hin zur Kundenberatung - werden inzwischen mithilfe von Computerprogrammen erledigt.

Neuer Studiengang zur Digitalisierung im Finanzsektor

Viele Tätigkeiten in Finanzhäusern - von Transaktionsüberwachung bis hin zur Kundenberatung - werden inzwischen mithilfe von Computerprogrammen erledigt.
Bild: Shutterstock
Wirtschaft 23.04.2021

Neuer Studiengang zur Digitalisierung im Finanzsektor

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Durch Technologien wie Blockchain sind in der Finanzbranche zusätzliche Fähigkeiten gefragt. Eine neue Spezialisierung an der Uni Luxemburg will diese vermitteln.

Die Universität Luxemburg bietet ab September eine zusätzliche Spezialisierung an. Der neue Track „Digital Transformation in Finance“ im Rahmen des Masterstudiengangs „Finance and Economics“ befasst sich mit der Frage, wie neue Technologien das Wesen des Finanzsektors verändern werden, und vermittelt den Studierenden das nötige Handwerkszeug, um diesen Wandel zu bewältigen. 

„Grundsätzlich ist Digitalisierung nichts Neues für die Branche, in der es immer darum geht, die operative Effizienz zu erhöhen. Daher gehören Finanzhäuser schon immer zu den Ersten, die solche Technologien anwenden“, sagt Zsófia Kräussl, Studiendirektorin des neuen Tracks. Aber in den letzten Jahren habe sich die Entwicklung durch „User Innovation“ und die Anwendung der neuen Technologien in den Geschäftsabläufen der Finanzhäuser enorm beschleunigt. 

In Zukunft dürften Banken verstärkt mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning große Datenmengen durchforsten, um Muster zur Betrugserkennung zu identifizieren oder ihr Risikomanagement zu verbessern. Blockchain wird mit großer Sicherheit die Art verändern, wie Verträge in der Fondsindustrie ausgeführt werden.

Zsófia Kräussl leitet den neuen Track.
Zsófia Kräussl leitet den neuen Track.
Foto: Eric Chenal, Uni Luxemburg

Grundkenntnisse im Programmieren

Eine Konsequenz daraus wird sein, dass die Finanzinstitutionen in Zukunft veränderte Anforderungen an die Qualifikation ihrer Mitarbeiter stellen werden. Darauf will die neue Spezialisierung die Absolventen vorbereiten. „Ein Ziel des Studiengangs ist, dass wir Finanzexperten ausbilden, die gleichzeitig in der Lage sind, mit Programmierern und IT-Ingenieuren zu sprechen und die grundlegenden Prinzipien der neuen Technologien zu verstehen“, sagt Kräussl. In dem Studiengang werden die Studenten daher zum Beispiel lernen, selbst kognitive Werkzeuge zur Analyse von Daten auf Basis von Machine Learning zu programmieren.


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„Wir werden auch über die technischen Grundlagen von Blockchains sprechen, wie solche dezentralen Architekturen aufgebaut sind und welche Möglichkeiten sich dadurch im Finanzsektor ergeben. Die Studierenden sollen eine Idee davon bekommen, wie datengetriebene Finanztransaktionen neu gedacht werden können“, so die Studienleiterin. Interessierte können sich noch bis 30. April für das kommende Semester anmelden.

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