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Neue Standards für die Vergabe von Immobilienkrediten
Wirtschaft 18.11.2020

Neue Standards für die Vergabe von Immobilienkrediten

In den letzten fünf Jahren sind die Wohnimmobilienpreise durchschnittlich um 7,2 Prozent gestiegen.

Neue Standards für die Vergabe von Immobilienkrediten

In den letzten fünf Jahren sind die Wohnimmobilienpreise durchschnittlich um 7,2 Prozent gestiegen.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 18.11.2020

Neue Standards für die Vergabe von Immobilienkrediten

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Die Luxemburger Banken erhalten ab dem 1. Januar 2021 neue Standards für die Vergabe von Immobilienkrediten.

Die Luxemburger Banken erhalten ab dem 1. Januar 2021 neue Standards für die Vergabe von Immobilienkrediten. Der „Comité du risque systémique“ (CERS) hat seine Empfehlungen der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF übergeben, heißt es in einer Pressemitteilung des Comité du risque systémique. Ziel sei es, Schwachstellen im Zusammenhang mit Immobiliendarlehen abzubauen. 

Ab Januar gelten demnach neue Regeln für Kredite zum Kauf von Grundstücken oder Immobilien. Als allgemeines Prinzip gilt, dass das Verhältnis zwischen dem geliehenen Betrag und dem Wert der Immobilie zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Darlehens (LTV-Ratio oder „loan to value“) maximal 80 Prozent beträgt. Dies bedeutet, dass der Beitrag des potenziellen Käufers 20 Prozent betragen muss. 


Die Immobilienpreise steigen noch rasanter als je zuvor. Die jährliche Preissteigerung liegt inzwischen bei über zwölf Prozent.
Neue Zahlen: Preisexplosion auf dem Wohnungsmarkt
Es ist fast nicht zu glauben, doch die Preise am Wohnungsmarkt steigen rasanter als je zuvor, um 13 bis 14 Prozent jedes Jahr. Die Covid-Krise hat den Markt bisher nicht gebremst.

Die Empfehlung sieht allerdings einige Anpassungen vor. Bei Erstkäufern kann das Darlehen bis zum vollen Wert der Immobilie gewährt werden – ohne die Grenze von 100 Prozent zu überschreiten – wenn „dadurch die Zahlungsfähigkeit der Banken oder des Kreditnehmers nicht beeinträchtigt wird“. 

Für Besitzer eines Hauptwohnsitzes, die eine neue Wohnung erwerben möchten, ist die Höchstgrenze auf 90 Prozent festgelegt worden. Aber auch hier kann man unter bestimmten Bedingungen bis zu 100 Prozent gehen. 

In den letzten fünf Jahren sind die Wohnimmobilienpreise jährlich im Durchschnitt um 7,2 Prozent – und sogar um 13,9 Prozent im ersten Quartal 2020 – weiter gestiegen. Im gleichen Zeitraum sind auch die Immobilienkredite an private Haushalte deutlich nach oben geklettert - im dritten Quartal 2020 etwa um 9,4 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung. 

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