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Nation Branding: Luxemburg soll zur positiven Marke werden
Wirtschaft 23.01.2015

Nation Branding: Luxemburg soll zur positiven Marke werden

Briefkastenfirmen in Luxemburg gerieten zuletzt im Zuge der Luxleaks-Affäre in den Fokus. Künftig soll das Image des Großherzogtums nicht nur auf den Finanzplatz beschränkt sein.

Nation Branding: Luxemburg soll zur positiven Marke werden

Briefkastenfirmen in Luxemburg gerieten zuletzt im Zuge der Luxleaks-Affäre in den Fokus. Künftig soll das Image des Großherzogtums nicht nur auf den Finanzplatz beschränkt sein.
guy jallay
Wirtschaft 23.01.2015

Nation Branding: Luxemburg soll zur positiven Marke werden

Bei Luxemburg fällt Ausländern meist nur das Schlagwort "Finanzplatz" ein. Die Regierung will künftig das Image des Landes aufwerten und Stärken wie die Mehrsprachigkeit hervorheben.

(ndp/ks) - Um das Image des Großherzogtums aufzuwerten, will die Regierung aus Luxemburg eine Marke machen. Doch was macht das Land aus? Um herauszufinden, welche Stärken Luxemburg besitzt, hat die Regierung eine Umfrage in Auftrag gegeben, an der Einwohner des Landes als auch Grenzgänger teilnahmen. Das Ergebnis: Luxemburger seien "mehrsprachig, familienfreundlich und eher konservativ", erklärte Francine Closener, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die Mehrsprachigkeit, die Lebensqualität und die Größe des Landes wurden als Stärken genannt.

Wer sich am Prozess des sogenannten "Nation Brandings" beteiligen möchte, kann seine Meinung über die Vorzüge Luxemburgs auf der Internetseite www.nationbranding.lu einbringen. Geplant ist auch eine Reihe von Workshops mit Akteuren, die die luxemburgische Gesellschaft repräsentieren.

Erstmals eingesetzt wird das neue Markenimage während der luxemburgischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr. Eine umfassende Werbekampagne wird nicht vor 2016 starten. Eine Strategie zum Nation Branding lasse sich nicht innerhalb weniger Monate aufstellen, erklärte Closener: "In Schweden hat es vier Jahre gedauert, in der Schweiz gar mehrere Jahrzehnte."

Mehr zum Thema:

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht auf unserer französischsprachigen Internetseite.


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