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Nächste Eskalationsstufe zwischen EU und USA
Wirtschaft 10.11.2020

Nächste Eskalationsstufe zwischen EU und USA

Auch die Einfuhr von Cranberries aus den USA sind von den neuen EU-Zöllen betroffen.

Nächste Eskalationsstufe zwischen EU und USA

Auch die Einfuhr von Cranberries aus den USA sind von den neuen EU-Zöllen betroffen.
Foto: dpa
Wirtschaft 10.11.2020

Nächste Eskalationsstufe zwischen EU und USA

Brüssel erhebt Strafzölle auf zahlreiche Waren aus den Vereinigten Staaten.

(dpa) - Die Europäische Union erhebt von diesem Dienstag an auf die Einfuhr von zahlreichen Waren aus den USA neue Strafzölle. Die von der Welthandelsorganisation WTO genehmigten Sonderabgaben wegen unerlaubter Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing werden auf Nahrungs- und Genussmittel wie Tomatenketchup, Nüsse, Rum und Wodka fällig. 

Zu den betroffene Produkten gehören aber auch Videospiel-Konsolen, Traktoren, Schaufellader und Flugzeuge. Der Strafzoll auf Luftfahrzeuge beträgt 15 Prozent, der auf alle anderen Produkte 25 Prozent. 

Die EU hatte die Zusatzabgaben am Montag angekündigt. Hintergrund ist, dass Streitschlichter der Welthandelsorganisation WTO Mitte Oktober entschieden, dass die EU wegen unerlaubter Subventionen für Boeing Strafzölle auf US-Importe im Umfang von knapp vier Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) im Jahr verhängen darf. 


ARCHIV - 30.11.2016, Spanien, Valencia: Orangen, Clementinen und Kakis werden in der Markthalle «Mercado Central» zum Verkauf angeboten. Die US-Regierung wird wegen der rechtswidrigen EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus Strafzölle in Milliardenhöhe auf Importe aus der Europäischen Union verhängen. Ab 18. Oktober wird bei der Einfuhr von Flugzeugen eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent erhoben werden, bei zahlreichen anderen Produkten wird es ein Strafzoll von 25 Prozent sein, wie ein ranghoher Beamter des US-Handelsbeauftragten am Mittwoch erklärte. Foto: Emilio Rappold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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In einem ähnlich gelagerten Fall hatten Schlichter den USA wegen unerlaubter Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf Produkte aus der EU im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar genehmigt. 

Die USA führten danach Sonderabgaben auf Produkte aus der EU ein. Betroffen sind neben Flugzeugen zum Beispiel Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien und Olivenöl aus Spanien. Die EU hofft, dass sich nun der künftige US-Präsident Joe Biden zu ernsthaften Gesprächen über eine Beilegung des seit Jahren anhaltenden Streits um Subventionen für die Luftfahrtindustrie bereiterklärt. Unter US-Präsident Donald Trump gab es bis zuletzt keine Annäherung. 

Trump hatte auch US-Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte einführen lassen, auf die die EU mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter reagierte. Für Verbraucher ist der Handelsstreit ärgerlich, da Sonderzölle zu Preiserhöhungen für die jeweils betroffene Produkte führen können. 

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