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US-Direktflug bleibt auf der Tagesordnung
Wirtschaft 16.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Nachhaltigkeitsminister

US-Direktflug bleibt auf der Tagesordnung

François Bausch fordert eine Flexibilisierung des Kollektivurlaubs.
Nachhaltigkeitsminister

US-Direktflug bleibt auf der Tagesordnung

François Bausch fordert eine Flexibilisierung des Kollektivurlaubs.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 16.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Nachhaltigkeitsminister

US-Direktflug bleibt auf der Tagesordnung

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Eine Non-Stop-Verbindung nach New York wird bereits länger diskutiert. Nun hat François Bausch ein neues Vorgehen angekündigt, damit das Projekt doch noch Realität wird und gerade für Geschäftsleute Vorteile bringt.

(las) - Nachhaltigkeitsminister François Bausch hält an dem Projekt eines Direktflugs Luxemburg-New York fest, sagte er dem öffentlich-rechtlichen Sender 100,7. Neu ist die Idee, die US-Personen- und Zollkontrolle bereits beim Abflug am Findel durchzuführen. Bei Flügen ab Dublin sei das bereits möglich.

Das würde den Passagieren Zeitersparnis bringen. "Für den Businessbereich ist das von großem Vorteil", so Bausch. Die US-Behörden seien bereits in Luxemburg gewesen, um sich die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen. Der Staat sei auch bereit, die nötige Infrastruktur zu finanzieren, betont der Nachhaltigkeitsminister.

Ein Wettbewerbsfaktor

Vor einem Jahr stand vor allem eine Verbindung im Raum, die in Kooperation mit Turkish Airlines bewerkstelligt werden sollte, indem die Airline auf dem Weg von und nach New York einen Zwischenstopp auf dem Findel einlegt. Ende 2016 wurde bekannt, dass die Verhandlungen mit Turkish Airlines zum Stillstand gekommen sind.

Ein Direktflug in die USA gilt als wichtiger Wettbewerbsfaktor für die Luxemburger Wirtschaft. Die Verbindungen zwischen der US-Wirtschaft und dem Finanzplatz sind sehr eng. Entsprechend viele Manager müssen bisher eine beschwerliche Reise auf sich nehmen.

Sorgen über Protektionismus

Bausch sorgt sich um die Wirtschaftsbeziehungen mit den USA: Donald Trump lasse zumindest verbal ein protektionistisches Vorgehen durchscheinen. Die USA seien aber ein "extrem wichtiger Markt für Luxemburger Unternehmen".

Besonders für die Frachtfluggesellschaft Cargolux könnte eine Abschottung des US-Marktes zum Problem werden, meint Bausch.

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