Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Musterschüler mit kleinen Fehlern

Musterschüler mit kleinen Fehlern

Foto: Shutterstock
Wirtschaft 23.05.2018

Musterschüler mit kleinen Fehlern

Maxime GILLEN
Maxime GILLEN
Die Europäische Kommission veröffentlichte am Mittwoch Empfehlungen für alle Mitgliedsstaaten, wie diese Wachstum und Beschäftigung ankurbeln können.

Dazu macht sich die Brüsseler Behörde ein Bild von der politischen Planung der einzelnen Staaten. Außerdem sieht sie sich die allgemeine Lage der Europäischen Union an und identifiziert Handlungsschwerpunkte auf EU-Ebene, die dann ebenfalls in die Empfehlungen auf Länderebene übertragen werden. 

Die empfohlenen Maßnahmen sollen dann in den kommenden 12 bis 18 Monaten umgesetzt werden.

Mehrere Baustellen bleiben

Luxemburg werden ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und gesunde Finanzen bescheinigt. Dennoch weist die Kommission auf eine Reihe von Herausforderungen für Luxemburg hin:

  • Die steigenden Wohnpreise treiben die Verschuldung der Haushalte weiter in die Höhe und erschweren es Arbeitgebern qualifiziertes Personal nach Luxemburg zu bringen und zu halten.
  • Luxemburg wird sein Ziel für das Jahr 2020 zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen voraussichtlich nicht erreichen. Luftverschmutzung und Staus seien ernsthafte Probleme, die die Stickstoffdioxidbelastungen und Treibhausgasemissionen weiter verschlimmern, so die Kommission. 
  • Investitionen in Forschung und Entwicklung im Privatsektor gehen stetig zurück.
  • Im Luxemburger Bildungssystem beeinflusst der sozio-ökonomische Hintergrund der Schüler ihren Schulerfolg noch immer zu stark.

Konkrete Empfehlungen wurden aber nur in zwei Bereichen ausgesprochen. Erstens müsse die Beschäftigungsquote älterer Menschen verbessert werden, indem unter anderem mehr Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden und weniger Menschen vorzeitig pensioniert werden. So soll auch die langfristige Tragfähigkeit des Rentensystems verbessert werden. Zweitens sollen weiter regulatorische Beschränkungen im Bereich der Unternehmensdienstleistungen abgebaut werden.

Die Vorschläge der Kommission werden von den einzelnen Regierungen im Rat besprochen. Im Juni müssen sie dann von den Regierungschefs genehmigt und im Juli von den Finanzministern verabschiedet werden. 







Lesen Sie mehr zu diesem Thema

EU-Kommission: Mehrwertsteuer wird flexibel
Beliebt ist sie nicht, die allseits als TVA ("taxe sur la valeur ajoutée") bekannte Mehrwertsteuer. In Luxemburg gilt allgemein ein Steuersatz von 17 Prozent auf Waren und Dienstleistungen. Jetzt will die EU-Kommission das System komplett umkrempeln.
Seit 2014 veröffentlicht das Finanzministerium im Anhang zum Haushaltsgesetz eine Liste mit Steuerbegünstigungen und dem Betrag, der dadurch dem Staatshaushalt entgeht – den sogenannten Steuerausgaben.
Statec stellt Sozialbericht 2015 vor: Jeder Fünfte von Armut bedroht
Luxemburg zählt zu den reichsten und wirtschaftlich erfolgreichsten EU-Staaten. Dennoch ist jeder fünfte Bürger von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Am stärksten betroffen sind ausländische Haushalte, Menschen mit geringer Bildung und Arbeitslose. Am Donnerstag stellte das Statec seinen neuesten "Rapport travail et cohésion sociale" vor.
Als armutsgefährdet gelten in Luxemburg Menschen, die monatlich mit weniger als 1.716 Euro auskommen müssen. Ausländische Haushalte sind stärker von Armut bedroht als Luxemburger Haushalte.