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Mossack Fonseca schließt Büro in Luxemburg
Wirtschaft 10.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Panama Papers

Mossack Fonseca schließt Büro in Luxemburg

Mossack Fonseca war in Luxemburg bisher durch zwei Gesellschaften vertreten.
Panama Papers

Mossack Fonseca schließt Büro in Luxemburg

Mossack Fonseca war in Luxemburg bisher durch zwei Gesellschaften vertreten.
(Foto: Chris Karaba)
Wirtschaft 10.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Panama Papers

Mossack Fonseca schließt Büro in Luxemburg

Zehn Monate nach der Veröffentlichung der "Panama Papers" hat die Finanzkanzlei ihr Büro in Luxemburg geschlossen. Am 2. Februar 2017 wurde die Firma "Mossack Fonseca S.à r.l." offiziell aufgelöst.

(ndp) - Zehn Monate nach der Veröffentlichung der "Panama Papers" hat die Finanzkanzlei Mossack Fonseca ihr Büro in Luxemburg geschlossen. Am 2. Februar 2017 wurde die Firma "Mossack Fonseca S.à r.l." offiziell aufgelöst, wie man auf der Webseite des Handelsregister feststellen kann.

Mossack Fonseca ist in Luxemburg durch zwei Gesellschaften vertreten: Mossack Fonseca S.à r.l. und Mossfon Luxembourg S.à r.l.. Letztere ist seit März 2009 die "offizielle Stelle" der Kanzlei in Luxemburg und wird auch weiterhin bestehen bleiben.

Konsolidierung des Büro-Netzwerks

Nach den Enthüllungen der sogenannten "Panama Papers" hatte die Kanzlei ihre Büros in verschiedenen britischen Steuerparadiesen (Jersey, Isle of Man und Gibraltar) geschlossen.

Als Grund gab Mossack Fonseca damals eine Strategie zur "Konsolidierung des Büro-Netzwerks" an. Dennoch würde die Firma weiterhin "allen" Kunden zur Verfügung stehen, hieß es damals in einer Mitteilung.

Mossack Fonseca unterhielt weltweit 44 Niederlassungen. Die Firma wurde 1977 von Jürgen Mossack als "Jürgen Mossack Lawfirm" gegründet, 1986 tat Mossack sich mit Ramon Fonseca Mora zusammen.

Die Kanzlei war im April 2016 weltweit bekannt geworden, nachdem ein internationales Netzwerk investigativer Journalisten über mehr als 200.000 von der Kanzlei gegründete Briefkastenfirmen berichtet hatte, in denen Politiker, Sportler, Prominente ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.


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