Mitsubishi UFJ

Japanische Bank missachtet Luxemburger Gerichtsurteil

Die Mitsubishi UFJ Investor Services & Banking SA gehört zu einem der weltweit größten Finanzkonzerne.
Foto: Reuters

(M.G.) - Ein Mitarbeiter der japanischen Mitsubishi-Bank in Luxemburg hatte gegen seine Entlassung geklagt. Das Luxemburger Berufungsgericht gab dem Arbeitnehmer der Bank Recht, da er zu der Zeit Personalvertreter der Gewerkschaft Aleba und damit nicht legal kündbar war. Laut Gerichtsurteil ist die Bank daher verpflichtet den betroffenen Mitarbeiter wieder einzustellen. Und das sei bis heute nicht passiert, meldet nun die Aleba.

"Die Bank weigert sich schlicht und einfach die Entscheidung des Gerichts anzuwenden", empört sich die Aleba in einem Schreiben. 

Aus diesem Grund plant die Gewerkschaft sich noch in dieser Woche sowohl an den Arbeitsminister Nicolas Schmit als auch an die Gewerbeinspektion zu wenden. Des Weiteren wolle man die ABBL ebenfalls über das "inakzeptable Verhalten der Bank" informieren. Außerdem organisiert die Aleba Protestaktionen vor dem Sitz der Bank in der Route d'Arlon in Luxemburg-Stadt.

Die  Mitsubishi UFJ Investor Services & Banking S.A. (MIBL) gehört zur Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) und ist damit Teil einer der weltweit größten Finanzkonzerne. Die Bank hat sich 1974 in Luxemburg niedergelassen.