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Mitarbeiter von Liberty Steel bleiben zu Hause
Wirtschaft 18.05.2021

Mitarbeiter von Liberty Steel bleiben zu Hause

Mitarbeiter von Liberty Steel bleiben zu Hause

Foto: Raymond Schmit/LW-Archiv
Wirtschaft 18.05.2021

Mitarbeiter von Liberty Steel bleiben zu Hause

Wie Luxtimes am Dienstag berichtet, ist die Mehrzahl der 220 Beschäftigten des Stahlwerks Düdelingen von Liberty Steel bereits in Kurzarbeit.

(ndp) - Wie Luxtimes am Dienstag berichtet, ist die Mehrzahl der 220 Beschäftigten des Stahlwerks Düdelingen von Liberty Steel bereits in Kurzarbeit. 

Von den rund 220 Mitarbeitern des Werks, einschließlich der Büroangestellten, „kann ich sagen, dass drei Viertel derzeit in Kurzarbeit sind“, sagt Stefano Araujo, Leiter der Stahlabteilung des OGBL, in einem Interview mit den Kollegen von Luxtimes. „Das Werk arbeitet mit 25 Prozent bis maximal 50 Prozent der Belegschaft“, sagt auch Robert Fornieri, der stellvertretende Generalsekretär des LCGB. 


Schlüsselkunde der Greensill Bank: der britische Geschäftsmann Sanjeev Gupta. Seiner Gruppe gehört auch ein Stahlwerk in Düdelingen.
Der Nebel um die Finanzen von Liberty Steel lichtet sich
Es sieht so aus, als stünde das Imperium Sanjeev Guptas auf wackeligen Füßen. Für die Zukunft des Werkes in Düdelingen verheißt das nichts Gutes.

Liberty Steel ist Teil des Metall- und Bergbaukonglomerats GFG Alliance, das dem Industriellen Sanjeev Gupta gehört. GFG ist durch die Greensill-Insolvenz selbst in Schieflage geraten. Der weltweit agierende Konzern betreibt in Großbritannien mehrere Stahlwerke. Insgesamt beschäftigt GFG nach eigenen Angaben mehr als 35.000 Menschen. Zu Guptas Unternehmensgruppe gehört auch der Stahlhersteller Liberty Steel.

Am Freitag wurde bekannt, dass britische Ermittler ein Verfahren gegen die Unternehmensgruppe des Industriemagnaten Sanjeev Gupta eingeleitet haben. Es gebe bei Unternehmen der Gupta Family Group Alliance (GFG) den Verdacht auf Betrug, betrügerischen Handel und Geldwäsche, teilte die Behörde Serious Fraud Office (SFO) mit.

Im Blick seien dabei auch die Vereinbarungen mit der inzwischen insolventen Greensill Capital. Ein GFG-Sprecher sagte, man werde die Ermittlungen umfassend unterstützen.

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