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Minus von 3,2 Milliarden Euro: Eons Radikalumbau führt zu Rekordverlust
Der Energieriese E.on muss den schwersten Verlust seit seiner Gründung im Jahr 2000 verbuchen.(Foto: Reuters)

Minus von 3,2 Milliarden Euro: Eons Radikalumbau führt zu Rekordverlust

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Der Energieriese E.on muss den schwersten Verlust seit seiner Gründung im Jahr 2000 verbuchen.(Foto: Reuters)
Wirtschaft 11.03.2015

Minus von 3,2 Milliarden Euro: Eons Radikalumbau führt zu Rekordverlust

Der geplante radikale Strategiewechsel beim größten deutschen Energiekonzern Eon hat zu einem Rekordverlust geführt. Das Unternehmen schrieb im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 3,2 Milliarden Euro.

(dpa) - Der geplante radikale Strategiewechsel beim größten deutschen Energiekonzern Eon hat zu einem Rekordverlust geführt. Das Unternehmen schrieb im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 3,2 Milliarden Euro und musste damit den höchsten Fehlbetrag seit der Gründung im Jahr 2000 hinnehmen. Das teilte Eon am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Hauptgrund war eine harte Bestandsaufnahme über den tatsächlichen Wert von vielen Geschäften als erster Schritt des Konzernumbaus. Das führte zu Abschreibungen von 5,4 Milliarden Euro, auf die der Konzern aber schon vor Monaten eingestimmt hatte. Die Aktionäre sollen dennoch wie angekündigt eine Dividende von 50 Cent je Aktie bekommen, das sind 10 Cent weniger als im vergangenen Jahr.

Eon hatte Ende November angekündigt, sich als Reaktion auf die Energiewende 2016 aufspalten und dabei den gesamten Teil mit Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken in eine neue Gesellschaft ausgliedern zu wollen. Der Hauptkonzern will sich künftig auf Geschäfte wie Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb konzentrieren.

Im laufenden Geschäft gab es 2014 weitere Rückgänge unter anderem wegen der Verfalls der Strompreise. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) sackte um neun Prozent auf 8,3 Milliarden Euro ab, das um Sondereffekte wie die Abschreibungen bereinigte nachhaltige Nettoergebnis ging um ein Viertel auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen von Analysten.


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