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Millionenverlust bei Luxair
Wirtschaft 2 Min. 10.05.2021

Millionenverlust bei Luxair

2020 war ein Jahr zum Vergessen für die Fluggesellschaft.

Millionenverlust bei Luxair

2020 war ein Jahr zum Vergessen für die Fluggesellschaft.
Foto:Guy Jallay
Wirtschaft 2 Min. 10.05.2021

Millionenverlust bei Luxair

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Die Pandemie setzt der Fluggesellschaft massiv zu. Unterm Strich steht ein Verlust von 154,9 Millionen Euro für 2020.

Wenig überraschend wirkt sich die Corona-Krise massiv auf das Ergebnis von Luxair aus. Das vergangene Jahr schloss das Unternehmen mit einem Nettoverlust von 154,9 Millionen Euro ab. Das schrieb Luxair am Montag in einer Pressemitteilung.  

Vor allem das Passagiergeschäft litt unter der Pandemie, auch weil der Flugbetrieb für rund zwei Monate ausgesetzt werden musste. Für das Gesamtjahr musste Luxair einen Passagierrückgang von 71 Prozent hinnehmen, was zu einem Umsatzrückgang von 70 Prozent in diesem Segment führte. Die Auslastung der Flüge sank laut dem Unternehmen um rund 15 Prozent. 


Bei der Tripartite wurde ein Plan für die nächsten drei Jahre ausgearbeitet: Niemand werden entlassen, betonen die Beteiligten.
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Nachdem im Februar 2020 die Lahmlegung der chinesischen Wirtschaft zu einem starken Rückgang der Geschäftstätigkeit von LuxairCARGO geführt hatte, verkehrte sich das Bild hier bald ins Gegenteil. Die Logistikplattform von LuxairCARGO  habe eine Schlüsselrolle bei der Versorgung von Luxemburg, Europa und der Welt mit Medizinprodukten gespielt, schreibt das Unternehmen. "Der Güterverkehr war höher als je zuvor, insbesondere für den Transport von medizinischen Geräten. Im Laufe des Jahres wurden 947.000 Tonnen Fracht über den Flughafen Luxemburg transportiert, und das Tempo beschleunigte sich gegen Ende des Jahres erheblich. Im Vergleich zu 2019 wurde ein Anstieg des Frachtverkehrs um sechs Prozent verzeichnet”, so die Mitteilung. 

Höhere Kosten im Frachtgeschäft

Während das Volumen erheblich zunahm, sei die Betriebsführung durch die Einschränkungen in der Pandemie sehr schwierig gewesen und habe zu zusätzlichen Kosten geführt, insbesondere in Bezug auf die Arbeitskräfte. Das Betriebsergebnis verschlechterte daher ebenfalls von einem Verlust von drei Millionen im Vorjahr auf einen Verlust von etwas mehr als zehn Millionen Euro.

LuxairTours war mit einem Rückgang von fast 66 Prozent ebenfalls stark von der Krise betroffen. In diesem Segment musste das Unternehmen einen operativen Verlust von 54 Millionen Euro hinnehmen. 

Für das laufende Jahr ist die Gesellschaft verhalten optimistisch. Das Warenvolumen, das derzeit durch das Cargocenter transportiert wird, sei erheblich und die Prognosen für LuxairCARGO seien ermutigend. Man erwarte für die anderen Unternehmenseinheiten eine schrittweise Wiederaufnahme der Aktivitäten für die Sommersaison 2021.

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