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Messe im Zeichen der Energiewende
Wirtschaft 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Messe im Zeichen der Energiewende

Etwa 5 000 Neuheiten aus Maschinenbau, Automation, Robotik und Energietechnik werden auf der Industrieschau bis Ende der Woche gezeigt.

Messe im Zeichen der Energiewende

Etwa 5 000 Neuheiten aus Maschinenbau, Automation, Robotik und Energietechnik werden auf der Industrieschau bis Ende der Woche gezeigt.
Foto: afp
Wirtschaft 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Messe im Zeichen der Energiewende

Es ist die größte Industrieschau weltweit. Die Hannover Messe, die am Sonntag offiziell von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Premierminister François Fillon eröffnet wurde, lockt 6 500 Aussteller aus 65 Ländern für eine Woche in die Landeshauptstadt Niedersachsens. Auch zehn Unternehmen aus Luxemburg sind vor Ort vertreten.

(aho/dpa) - Es ist die größte Industrieschau weltweit. Die Hannover Messe, die am Sonntag offiziell von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Premierminister François Fillon eröffnet wurde, lockt 6 500 Aussteller aus 65 Ländern für eine Woche in die Landeshauptstadt Niedersachsens. Auch zehn Unternehmen aus Luxemburg sind vor Ort vertreten. Am Dienstag ist Luxemburger Tag in Hannover. Wirtschaftsminister Jeannot Krecké besucht die Gemeinschaftsstände in den Hallen 5 und 13.

Schwerpunktthemen der Messe sind in diesem Jahr neben Neuheiten aus Maschinenbau, Automation, Robotik und Energietechnik vor allem eine verbesserte Energieeffizienz bei Produktionsprozessen, die erneuerbaren Energien und die Elektromobilität. Die Beteiligung der Firmen aus Luxemburg bildet ein Spiegelbild der Themen der diesjährigen Industrieschau.

Überschattet wird die Messe von der Atomkatastrophe in Japan und der hitzigen Debatte über die Zukunft der Kernenergie. Das Mitgefühl für die Menschen in Fernost ist groß – doch die Aussteller der Hannover Messe wollen sich ihren Optimismus nicht nehmen lassen. Ausdruck der positiven Stimmung sind die Japaner selbst. Rund 50 Aussteller präsentieren sich bei der weltgrößten Industrieschau, keiner hat wegen des verheerenden Erdbebens seine Teilnahme abgesagt.

Beitrag der Industrie zum weltweiten Klimaschutz

Kernthema quer durch alle Messebereiche ist der sparsamere Einsatz von Energie, um den Beitrag der Industrie zum weltweiten Klimaschutz zu stärken. Präsentiert werden Techniken konventioneller Energieerzeugung, vor allem geht es aber um die Produktion und Verteilung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Neben Stromriesen wie EnBW und Vattenfall präsentieren führende Anbieter aus der Wind-, Solar-, Bioenergie- und Geothermie-Branche Innovationen in Hannover, auch eine „Leitmesse Wind“ ist im Programm. Viele Veranstaltungen befassen sich angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan außerdem mit der Zukunft der Kernkraft im globalen Energiemix.

Der traditionelle Sektor der industriellen Fertigungstechnik (Automatisierung und Robotik) gehört auch 2011 zu den wichtigsten Programmpunkten. Im Zentrum steht die Anwendung intelligenter Robotertechnik und vernetzter Systeme in mittlerweile so gut wie allen Industriezweigen. Mit einem „Robotics Award“ werden besonders gelungene Innovationen prämiert, die Fläche der Leitmesse „Industrial Automation“ legte deutlich zu. Der klassische Maschinen- und Anlagenbau ist ebenfalls mit Hunderten Ausstellern vertreten.

Neu im Programm ist das Thema „Metropolitan Solutions“, das sich mit Versorgung, Verkehr und Gebäudetechnik in riesigen Ballungszentren beschäftigt. Diskutiert werden Beispiele aus Singapur, London, Moskau, Dallas und Kuala Lumpur. Die Weltbank, die Europäische Investitionsbank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau beteiligen sich als Finanziers großer Entwicklungsprojekte.

Luxemburger Tag auf der Hannover Messe

Im vergangenen Jahr fiel der Besuch des Wirtschaftsministers zum Luxemburger Tag auf der Hannover Messe den Tripartite-Verhandlungen zum Opfer. Trotz wichtiger Termine im Parlament wird Jeannot Krecké am Dienstag eine Ansprache auf dem Gemeinschaftsstand halten und sich anschließend noch zu einem Arbeitsgespräch mit dem niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr treffen.

Info: Der Artikel wurde gekürzt. Den vollständigen Bericht finden Sie im Luxemburger Wort vom Dienstag (5. April).