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Luxemburgs Inflationsrate knackt die sieben Prozent
Wirtschaft 04.05.2022 Aus unserem online-Archiv
Verbraucherpreise im April

Luxemburgs Inflationsrate knackt die sieben Prozent

Die Preisschraube zieht an: In den Supermärkten sind die Preise für Lebensmittel spürbar gestiegen. Das macht vor allem Geringverdienern zu schaffen.
Verbraucherpreise im April

Luxemburgs Inflationsrate knackt die sieben Prozent

Die Preisschraube zieht an: In den Supermärkten sind die Preise für Lebensmittel spürbar gestiegen. Das macht vor allem Geringverdienern zu schaffen.
Foto: dpa
Wirtschaft 04.05.2022 Aus unserem online-Archiv
Verbraucherpreise im April

Luxemburgs Inflationsrate knackt die sieben Prozent

Seit 1984 hat das Land keine so hohe Inflation mehr erlebt. Nicht nur Lebensmittel, auch das Reisen wird teurer.

(mab) – Nach den neuesten Daten des Statec stieg der Verbraucherpreisindex im April um weitere 0,8 Prozent auf damit sieben Prozent. Seit 1984 hat Luxemburg keine so hohe Inflation mehr erlebt.

Wenig überraschend trugen die höheren Energiepreise dazu bei (plus 5,5 Prozent für Heizöl), auch wenn der Anstieg der Ölpreise im Allgemeinen weniger spektakulär ausfiel als in den Vormonaten (plus 1,1 Prozent). Der Vergleich mit dem Vorjahr verdeutlicht die Dynamik des Preisanstiegs: Plus 59 Prozent im Jahresvergleich.

Neben den Ölpreisen ist die Inflation in Luxemburg vor allem auf den Anstieg der Preise für Dienstleistungen (plus 1 Prozent) zurückzuführen. Dieses Phänomen ist größtenteils auf die letzte Indextranche zurückzuführen, wie das Statec erklärt.

Preise im Supermarkt klettern nach oben

Die Preise im Gaststättengewerbe stiegen um 1,2 Prozent. Lebensmittel wurde ebenfalls teurer: Fleisch um 2,4 Prozent und frisches Gemüse um 3,7 Prozent. Die Preise für Flugtickets stiegen sogar um 31,4 Prozent. Dies ist in dieser Jahreszeit, um die Osterferien, allerdings nicht ungewöhnlich. 


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All diese Erhöhungen hätten dazu führen sollen, dass im August eine neue Indextranche ausgelöst wird. Laut den jüngsten Berechnungen des Statec von Anfang Mai würde die nächste Indextranche allerdings schon im Juni fallen. Nach der Tripartite und der Verabschiedung des „Solidaritéitspak“ hatte die Regierung jedoch beschlossen, die nächste Erhöhung der Löhne, Gehälter und Renten auf April 2023 zu verschieben.



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