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Luxemburger Wirtschaft: Starker Sinkflug, ungewisser Aufstieg
Wirtschaft 14.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburger Wirtschaft: Starker Sinkflug, ungewisser Aufstieg

Auf den Baustellen in Luxemburg herrscht Stillstand. Noch ist nicht bekannt, wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden können.

Luxemburger Wirtschaft: Starker Sinkflug, ungewisser Aufstieg

Auf den Baustellen in Luxemburg herrscht Stillstand. Noch ist nicht bekannt, wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden können.
Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 14.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburger Wirtschaft: Starker Sinkflug, ungewisser Aufstieg

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Laut einer Umfrage der Fondation Idea erwarten Entscheider in diesem Jahr einen Einbruch um die fünf Prozent. Die Arbeitslosigkeit könnte deutlich auf sieben Prozent steigen.

Mit einer Umfrage zu den Erwartungen wirtschaftlicher und politischer Entscheidungsträger meldet sich die Fondation Idea, die Denkfabrik der Chambre de Commerce, zu Wort. 119 Entscheider wurden im Zeitraum vom 6. bis zum 8. April über ihre Einschätzung der Krise und der Zeit danach befragt, 59 haben geantwortet (49,6 Prozent). 

Aus den Antworten schält sich bei mehreren Teilnehmern ein hoher Grad an Unsicherheit heraus, heißt es in einer Zusammenfassung.

Ein Drittel der Teilnehmer erwartet für dieses Jahr einen Einbruch der Wirtschaftsleistung zwischen vier und sechs Prozent, sieben von zehn Teilnehmern ein Minus zwischen zwei und acht Prozent. Im Durchschnitt gehen die Entscheider von einem Einbruch von Minus fünf Prozent aus

Was die Entwicklung im nächsten Jahr anbelangt, herrscht wenig Konsens. Der Durchschnitt aller Erwartungen für 2021 liegt bei null Prozent.

Der überwiegende Teil aller Teilnehmer geht von einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr auf sieben Prozent aus. Für 2021 wird dann eine leichte Besserung erwartet. 


Corona-Visus - Einkaufen - Atemschutz -  Masken - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
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Ein Großteil der Teilnehmer (73 Prozent) teilt die Meinung, dass der am 25. März angekündigte 8,8 Milliarden Euro-Stabilisierungsplan der Regierung „eher angemessen“ sei. 

Freiberuflern und kleinen Unternehmen müsse aber noch stärker geholfen werden.

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