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Luxemburger Kunden müssen länger auf Autos warten
Wirtschaft 2 Min. 17.05.2021

Luxemburger Kunden müssen länger auf Autos warten

Haben Sie ein neues Auto gekauft? Möglicherweise müssen Sie etwas länger darauf warten.

Luxemburger Kunden müssen länger auf Autos warten

Haben Sie ein neues Auto gekauft? Möglicherweise müssen Sie etwas länger darauf warten.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 2 Min. 17.05.2021

Luxemburger Kunden müssen länger auf Autos warten

Zahlreiche Autohersteller müssen vorübergehend ihre Produktion zurückfahren, was zu längeren Wartezeiten führt.

(ndp) - Die Corona-Krise verursacht Lieferengpässe: Zahlreiche Autohersteller müssen vorübergehend ihre Produktion zurückfahren, was zu längeren Wartezeiten führt. Das meldet am Montag die Febiac, der Verband der Automobilhersteller und -importeure.

Die meisten Automobilhersteller leiden unter einem starken Mangel an Halbleitern, was zu zahlreichen Problemen bei den Automobilherstellern und Zulieferern führt.


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Laut Guido Savi führt dieser Mangel zu einer Verlangsamung der Produktionsraten und einer Verzögerung der Fahrzeugauslieferung. Die Krise betrifft insbesondere die elektrischen Autos und die Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Und: „Vor 2022 wird es keine Rückkehr zur Normalität geben“, so Guido Savi.

„Die Liefertermine vieler Fahrzeuge, die von Kunden zu Beginn dieses Jahres bestellt wurden, müssen auf das Jahr 2022 verschoben werden“, so die Febiac.


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„Es ist ein zyklisches Problem, das zum Teil mit der Covid-19-Krise zusammenhängt, die im Jahr 2021 zu einem Volumenverlust für den luxemburgischen Automobilsektor führen wird“, schreibt die Febiac weiter.

Der Verband habe auch einen Mangel an Mikroprozessoren festgestellt, die speziell für das Ecall-Gerät (Notruf bei einem Unfall) bestimmt sind. Zudem betreffe die Krise auch alle IT-Branchen.

Eine Million Fahrzeuge weniger

Bereits im März berichteten wir über den Engpass bei Mikrochips, der auch Autozulieferern aus Luxemburg zu schaffen macht. „In modernen Fahrzeugen werden alle möglichen Funktionalitäten über elektronische Steuergeräte (englisch: electronic control unit– ECU) reguliert – von der Klimaanlage bis zum Motor. In einem normalen Auto sind etwa 20 solcher ECUs verbaut. Für jede dieser Elektro-Komponenten benötigen Sie Mikrochips“, erklärte Anthony Auert, der Cluster Manager für den Bereich Automobility bei der Innovationsagentur Luxinnovation, im LW-Interview. Der Bedarf nach Mikrochips sei im Automobilsektor seit einigen Jahren deutlich gestiegen, da immer mehr Funktionen elektronisch gesteuert werden, so der Branchenexperte. 


MOSCOW, RUSSIA - FEBRUARY 13, 2019: A worker in the photolithography section on a semiconductor plant of the Mikron Group in Zelenograd, Moscow; Mikron is Russia's largest manufacturer of semiconductors, including microprocessors for smart cards and IDs, and RFID tags. Anton Novoderezhkin/TASS (Photo by Anton Novoderezhkin\TASS via Getty Images)
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„Der Bedarf nach Rechenkapazität wird sich in den kommenden Jahren mit der Zunahme der Elektromobilität und dem Aufkommen autonomer Fahrzeuge noch verstärken“, sagte er.

Renault meldete im Februar, dass der Automobilhersteller infolge des Mangels an Elektrobauteilen in diesem Jahr wohl etwa 100 000 Fahrzeuge weniger bauen wird als ursprünglich geplant. Schon im Dezember musste VW die Produktion der Modelle Golf und Tiguan mehrfach unterbrechen. Laut der Marktforschungsfirma IHS Markit werden im Jahr 2021 infolge des Engpasses voraussichtlich etwa eine Million Fahrzeuge weniger gebaut.   

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