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Luxemburger Firmen im Visier von CIA-Agenten
Wirtschaft 2 Min. 08.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach WikiLeaks-Enthüllung

Luxemburger Firmen im Visier von CIA-Agenten

Nach der NSA ist WikiLeaks mit der Veröffentlichung von rund 8.000 CIA-Dokumenten wieder ein Coup gelungen.
Nach WikiLeaks-Enthüllung

Luxemburger Firmen im Visier von CIA-Agenten

Nach der NSA ist WikiLeaks mit der Veröffentlichung von rund 8.000 CIA-Dokumenten wieder ein Coup gelungen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 2 Min. 08.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach WikiLeaks-Enthüllung

Luxemburger Firmen im Visier von CIA-Agenten

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Nachdem WikiLeaks die CIA wegen des weltweiten Einsatzes von Hackprogrammen an den Pranger gestellt hat, kam jetzt heraus, dass auch luxemburgische Firmen von den Spähaktionen betroffen waren.

(ml/dpa) - Einen Tag nachdem die Enthüllungsplattform WikiLeaks brisante  CIA-Dokumente veröffentlicht hat, zeichnet sich allmählich das Ausmaß der Hackerattacken ab. Am Dienstag brachte Wikileaks eine große Anzahl von Anleitungen in den Umlauf, mit denen sich Mitarbeiter des US-Auslandgeheimdienstes in diverse elektronische Geräte wie Smartphones, Tablets, Computer sowie Messaging Dienste hacken können, um sie zu überwachen.

Zudem sollen die Agenten in die Bordcomputer von Fahrzeugen eingedrungen sein. Sie seien u. a. in der Lage gewesen, die Kontrolle eines Wagens zu übernehmen und einen Unfall zu verursachen, um somit eine Person zu beseitigen, sagte ein Sicherheitsexperte gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN. Die Sicherheitslücken und Schwachstellen der elektronischen Apparate seien systematisch ausgenutzt worden. Die CIA habe für diesen Zweck ein Team von Programmierern zusammengestellt, heißt es weiter.

Luxemburger Firmen im Visier

Laut Wikileaks operierten die Hacker vom US-Konsulat in Frankfurt am Main aus. Dort sei die Basis für Spähaktionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. In den offenbar streng geheimen Dokumenten taucht auch Luxemburg auf, berichtet das Internetportal des "Tageblatt". Mehrere luxemburgische Firmen seien aufgelistet, ob jedoch eine regelrechte "Attacke" oder "Überwachung" stattgefunden hat, ist nicht nachgewiesen.

Sollte das von WikiLeaks veröffentlichte Material authentisch sein, würde es sich um eines der größten Datenlecks der vergangenen Jahre handeln. Die US-Regierung wollte bislang noch nicht Stellung zu den Enthüllungen nehmen. Experten halten jedoch die rund 8.000 Dokumente für glaubwürdig.

Welche Folgen für die Normalverbraucher?

Die Software-Schwachstellen sind wertvoll, weil meist ein hoher technischer Aufwand nötig ist, um sie zu finden und unbemerkt zu nutzen. Geheimdienste setzen sie also grundsätzlich nur gezielt und sparsam ein, weil sie mit einer Entdeckung verbrannt wären.

Zugleich machen nicht geschlossene Sicherheitslücken die Geräte immer grundsätzlich gefährlich. „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass diese Schwachstellen nicht auch den Chinesen oder den Russen bekannt sind“, sagte Paul Rosenzweig von der IT-Sicherheitsfirma Redbranch Consulting dem Online-Dienst „CNET“. Und einer breite Veröffentlichung des CIA-Codes könnte die Geräte zur Beute für Kriminelle machen, noch bevor die Lücken gestopft werden können.

Die Entwickler des Krypto-Protokolls, das hinter den Angriffen steckt, bestreiten, dass die Verschlüsselung von Kommunikations-Apps wie WhatsApp auch gehackt wurden. Nach der WikiLeaks-Enthüllung dürften die Geräte für die Nutzer sicherer werden. Die Tech-Unternehmen wie Google, Apple, Samsung oder Microsoft können jetzt gezielter nach Schwachstellen in ihren Systemen suchen.

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