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Luxemburger Einzelhandel: Nachholbedarf beim E-Commerce
Wenn manche Waren im Großherzogtum nicht erhältlich oder teurer sind, liegt dies nicht unbedingt am hiesigen Einzelhändler oder Handwerker, sondern möglicherweise an Herstellern und Lieferanten.

Luxemburger Einzelhandel: Nachholbedarf beim E-Commerce

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Wenn manche Waren im Großherzogtum nicht erhältlich oder teurer sind, liegt dies nicht unbedingt am hiesigen Einzelhändler oder Handwerker, sondern möglicherweise an Herstellern und Lieferanten.
Wirtschaft 20.02.2017

Luxemburger Einzelhandel: Nachholbedarf beim E-Commerce

Laurent SCHMIT
Im Vergleich zu Belgien und den Niederlanden bieten Geschäfte in Luxemburg wenig Ware im Internet feil. Eine Benelux-Studie soll nun die Grundlage bieten, um den Einzelhandel insgesamt zu stärken und Hürden abzubauen.

(las) - Die Luxemburger kaufen gerne und zahlreich im Netz ein, im Vergleich zu Belgiern und Niederländern. Doch nur ein Zehntel der Unternehmen hierzulande verkaufen ihre Ware online – gegenüber einem Viertel in Belgien und den Niederlanden, wie aus einer Benelux-Studie zum Einzelhandel hervorgeht.

Zusätzlich wuchs der Umsatz des Onlinehandels in Luxemburg lediglich um 13 Prozent. In Belgien lag die Zunahme mit 34 Prozent mehr als doppelt so hoch, die Niederlande lagen mit 16 Prozent näher an Luxemburg.

Die Sorgen der Geschäfte waren Thema eines Benelux-Treffens in Brüssel. Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) erwartet sich einen Abbau von territorialen Hürden, die dem Luxemburger Einzelhandel viele Probleme bereiten würden. Luxemburger Unternehmen müssten auch das Recht haben, ihre Ware von außerhalb des Benelux zu beziehen, um den bestmöglichen Preis bieten zu können, so der Minister.



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