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Luxemburg: Wirtschaftsleistung steigt weiter, Inflation geht zurück
Wirtschaft 20.04.2017

Luxemburg: Wirtschaftsleistung steigt weiter, Inflation geht zurück

Neben Treibstoff und Heizöl sind im vergangenen Monat auch die Preise fürs Gemüse wieder gestiegen.

Luxemburg: Wirtschaftsleistung steigt weiter, Inflation geht zurück

Neben Treibstoff und Heizöl sind im vergangenen Monat auch die Preise fürs Gemüse wieder gestiegen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 20.04.2017

Luxemburg: Wirtschaftsleistung steigt weiter, Inflation geht zurück

Der Internationale Währungsfonds revidiert seine Wachstumsprognose für Luxemburg nach oben.

(Bloomberg/dpa/M.G.) - Die Luxemburger Wirtschaftsleistung werde im laufenden Jahr um 3,8 Prozent zulegen, so die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF). Damit liegt Luxemburg über dem vom IWF vorhergesagten weltweiten Wirtschaftswachstum.

Im zurückliegenden Ausblick von April 2016 hatte der IWF noch mit einem Plus von 3,4 Prozent für Luxemburg gerechnet. Auch die Vorhersage für 2018 revidierte der IWF jetzt von 3,2 auf 3,5 Prozent nach oben. Die Prognose für die Eurozone liegt bei 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr.

Dynamische Finanzmärkte 
sorgen für erneuten Aufschwung

Trotz zahlreicher politischer Risiken in aller Welt, wurde auch die Prognose für die Weltwirtschaft 2017 auf 3,5 Prozent nach oben korrigiert. Die Konjunkturbelebung stützt sich dem IWF zufolge auf die „dynamischen“ Finanzmärkte und eine seit langem erwartete zyklische Erholung im verarbeitenden Gewerbe und Handel.

Das Wachstum der Weltwirtschaft sei im Vergleich zu früheren Jahrzehnten aber noch immer gedämpft, und das Risiko eines „Handelskriegs“ werfe weiterhin seinen Schatten auf die Weltwirtschaft, warnte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld. Auch in China, wo die Führung in Peking die Volkswirtschaft derzeit von einer Produktions- in eine Dienstleistungsgesellschaft umbaut, ergäben sich trotz überraschend positiver Signale Risiken.

Inflation in Luxemburg 
wieder gesunken

Die Inflationsrate im Euroraum hat sich ebenfalls positiv entwickelt. Das teilte gestern das Statistikamt Eurostat mit. Von 2,0 Prozent im Februar ist die Inflation in der Eurozone im März auf 1,5 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ging die Inflationsrate in 17 EU-Mitgliedstaaten zurück, während sie in sechs unverändert blieb und lediglich in fünf Ländern anstieg, heißt es im Eurostatbericht.

Grund dafür sind nicht zuletzt höhere Preise für Treibstoff, Heizöl und Gemüse. Gesunken sind dagegen die Preise für Telekommunikation, Pauschalreisen und Kleidung.

In Luxemburg ist die jährliche Inflationsrate im März, wie bereits zu Beginn des Jahres, auf 2,5 Prozent gesunken, ein Rückgang gegenüber 2,7 Prozent im Februar. Im März 2016 lag die Inflationsrate noch bei -0,6 Prozent.


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