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Luxemburg verliert an Wettbewerbsfähigkeit
Wirtschaft 23.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Luxemburg verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 23.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Maxime GILLEN
Maxime GILLEN
Luxemburg schneidet im internationalen Vergleich in Sachen Wettbewerbsfähigkeit erneut gut ab, verliert aber seinen Platz in den Top 10.

In Sachen Wettbewerbsfähigkeit hat Luxemburg im vergangenen Jahr einige Federn gelassen. Im jährlich veröffentlichten "World Competitiveness Yearbook" des Schweizer Instituts für Managemententwicklung schneidet das Großherzogtum drei Plätze schlechter ab als im Jahr davor und landet auf Rang elf (von 63).

Damit fällt Luxemburg auf den gleichen Rang wie im Jahr 2016 zurück, nachdem es sich 2017 einmalig auf Platz acht verbessert hatte.

Grund für diesen Rückgang sind unter anderem die mangelnde Fähigkeit Talente anzuziehen und ein schlechtes Abschneiden in Sachen Digitalisierung der Wirtschaft.

Platz eins belegen die USA, gefolgt von Hong Kong und Singapur. Im Europäischen Vergleich liegt Luxemburg auf Rang sieben.

Die Top 10

  1. USA
  2. Hong Kong
  3. Singapur
  4. Niederlande
  5. Schweiz
  6. Dänemark
  7. Vereinigte Arabische Emirate
  8. Norwegen
  9. Schweden
  10. Kanada

Stärken und Schwächen

Dank seiner positiven wirtschaftlichen Dynamik bleibt Luxemburg Spitzenreiter in Sachen Export von Dienstleistungen, internationalen Direktinvestitionen und pro-Kopf-Einkommen, heißt es in der Studie. Zudem konnte das Großherzogtum einen Zuwachs bei der Erwerbsbevölkerung sowie einen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit verzeichnen.

Dieses Wachstum verbessere aber nicht unbedingt den Wohlstand der Bevölkerung - im Gegenteil sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf etwas zurückgegangen - und habe zusätzlich negative Folgen, so der Bericht des Instituts aus Lausanne. Zu diesen negativen Folgen gehören die kritische Situation am Wohnungsmarkt, die verstopften Verkehrswege sowie Spannungen im Bereich der Gehälter.

Das Ranking beruht sowohl auf Statistiken als auf der Meinung von wirtschaftlichen Entscheidungsträgern und Geschäftsführern von Unternehmen. In Luxemburg nehmen rund 600 Unternehmen an der Studie teil, die von der Handelskammer koordiniert wird.


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