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Luxemburg: Rekord bei Auto-Zulassungen
Wirtschaft 06.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg: Rekord bei Auto-Zulassungen

Der heimische Automarkt boomt: 2019 wurden so viele Autos neu zugelassen wie noch nie.

Luxemburg: Rekord bei Auto-Zulassungen

Der heimische Automarkt boomt: 2019 wurden so viele Autos neu zugelassen wie noch nie.
Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Wirtschaft 06.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg: Rekord bei Auto-Zulassungen

Auf dem Automobilmarkt ist von Krise keine Spur: Bis Ende Dezember 2019 wurden in Luxemburg mehr als 55.000 Fahrzeuge neu zugelassen, das waren um vier Prozent mehr als im Vorjahr.

(jt) - Die heimische Autobranche blickt auf ein Rekordjahr zurück: Mehr als 55.000 Autos wurden 2019 neu zugelassen, so viele wie noch nie zuvor. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statec hervor. Bereits Anfang Dezember hatte sich abgezeichnet, dass 2019 in die Geschichtsbücher eingehen könnte. 2018 lag die Zahl der Neuanmeldungen noch bei 52.800.

Die beliebtesten Hersteller bei Luxemburger Autokäufern waren auch 2019 die deutschen Marken Volkswagen (6643 Fahrzeuge), Mercedes (5058) und BMW (4856). 

Auch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben finden mehr und mehr Abnehmer. So wurden vergangenes Jahr 461 Elektroautos der Marke Tesla in Luxemburg angemeldet, fünfmal mehr als noch 2018.

Laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur, der im April 2019 veröffentlicht wurde, schaffen sich die Konsumenten in Luxemburg häufig schwere und PS-starke Autos an. Auch Polen und Deutschland zählen zu jenen Ländern, in denen Verbraucher zu einer starken Motorisierung tendieren. Große Autos mit starken Motoren und hohem Spritverbrauch wie SUVs oder Geländewagen führen jedoch zu einem höheren Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids.

Für Philippe Mersch, den Chef des Autohändlerverbands Fedamo hat das positive Jahresergebnis mehrere Gründe: „Natürlich treiben das anhaltende Bevölkerungswachstum und die gute wirtschaftliche Entwicklung die Nachfrage nach Autos an“, so Mersch.


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Daneben sieht er auch einen Sondereffekt durch die EU-weite Regelung, die vorsieht, dass die durchschnittlichen Emissionen der neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers den gesetzlich fixierten Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer ab 2021 nicht überschreiten dürfen. Da nur Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2020 zugelassen wurden, in diese Berechnung einfließen, war die Motivation der Hersteller groß, möglichst viele Autos vor dem Stichtag zu verkaufen, zum Beispiel durch die Gewährung von Rabatten. Entsprechend erfolgreich verlief der Dezember.

Mersch ist vorsichtig optimistisch für das kommende Jahr. „Aber ob die Entwicklung anhält, kann man noch nicht sicher sagen. Wenn Firmenwagen, die 2020 angemeldet werden, tatsächlich bald durch eine Gesetzesänderung in eine höhere Steuerklasse fallen werden, kann sich das negativ auf die Verkaufszahlen auswirken“, sagt er. 


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