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Luxemburg leiht erstmals Geld zum "Negativzins"
Wirtschaft 06.11.2019

Luxemburg leiht erstmals Geld zum "Negativzins"

Das Finanzministerium will die „historisch niedrigen oder sogar negativen Zinssätze voll auszunutzen".

Luxemburg leiht erstmals Geld zum "Negativzins"

Das Finanzministerium will die „historisch niedrigen oder sogar negativen Zinssätze voll auszunutzen".
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 06.11.2019

Luxemburg leiht erstmals Geld zum "Negativzins"

Für 1.700 Millionen Euro wird das Großherzogtum in sieben Jahren nur knapp 1.696 Millionen zurückzahlen.

(MeM) - Das Großherzogtum hat gestern erstmals eine Anleihe mit einem negativen Zinssatz von -0,247 Prozent platziert. Damit nimmt der Staat ein Darlehen über 1,7 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von sieben Jahren bis November 2026 auf – und muss am Ende 0,247 Prozent – das sind 4,2 Millionen Euro – weniger zurückzahlen als er geliehen hat.


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Wie das Finanzministerium gestern mitteilte, sei dies „Teil eines proaktiven Ansatzes“, um die „historisch niedrigen oder sogar negativen Zinssätze voll auszunutzen.“

Die Märkte reagierten positiv, die Transaktion konnte schnell abgeschlossen werden.

Wie das Ministerium hinweist, hat Luxemburg im vergangenen Monat bereits das 200 Millionen Euro Sukuk-Darlehen zurückgezahlt, das am 7. Oktober 2019 fällig wurde. 


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Im Mai 2020 wird auch ein Darlehen über zwei Milliarden Euro fällig. Dieses gestrige in Höhe von 1,7 Milliarden Euro soll der Refinanzierung dieses Darlehens dienen, der Rest werde durch Barmittel gedeckt. Die Staatsverschuldung werde somit zwischen Oktober 2019 und Mai 2020 um 500 Millionen Euro reduziert.


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