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Luxemburg bei der Expo 2020: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Wirtschaft 8 1 3 Min. 25.06.2019

Luxemburg bei der Expo 2020: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Das Luxemburger Architektenbüro Metaform hat das Gebäude entworfen.

Luxemburg bei der Expo 2020: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Das Luxemburger Architektenbüro Metaform hat das Gebäude entworfen.
Foto: Metaform architects
Wirtschaft 8 1 3 Min. 25.06.2019

Luxemburg bei der Expo 2020: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Mara BILO
Mara BILO
Noch 482 Tage, dann beginnt die Weltausstellung Expo 2020, die diesmal unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ steht.

Mehr als 25 Millionen Besucher werden vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 in Dubai erwartet, etwa 150 000 Menschen täglich. Die internationale Ausstellung bringt mehr als 190 Länder im Nahen Osten zusammen – so auch Luxemburg: Das Großherzogtum hatte bereits im Oktober 2017 den Vertrag zur Teilnahme an der Weltausstellung mit den Organisatoren abgeschlossen und war damit die weltweit erste Nation, die fest zugesagt hatte.


Weltausstellung 2020: Luxemburger Pavillon für Dubai präsentiert
Am Freitagmorgen wurde im Wirtschaftsministerium der Gewinner des Architektenwettbewerbs für den luxemburgischen Pavillon auf der Expo 2020 in Dubai vorgestellt.

„Die Region ist für Luxemburg interessant“, erklärt die Kommissarin für die Expo 2020, Maggy Nagel, „sie hat wirtschaftliches Potenzial. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein wichtiger Handelspartner für Luxemburg. An der Weltausstellung in Dubai teilzunehmen, gibt uns die Möglichkeit, neue politische, wirtschaftliche und kulturelle Partnerschaften abzuschließen.“

Am Dienstag stellte Maggy Nagel im Wirtschaftsministerium die Vorbereitungsarbeiten der luxemburgischen Teilnahme vor; immerhin laufen die Planungen bereits seit mehr als zwei Jahren auf Hochtouren. Am 13. Mai kam die Genehmigung für den Aufbau des luxemburgischen Pavillons: „Wir gehören zu den ersten fünf Ländern weltweit, die dieses Okay bereits haben“, berichtet Nagel stolz; Anfang Juli werden die Bauarbeiten beginnen. Entworfen hat das Gebäude das Luxemburger Architektenbüro Metaform; gebaut wird der Pavillon von der Schweizer Firma Nüssli Adunic mithilfe verschiedener Zulieferer.

Noch nie war das Interesse von Unternehmen so groß, sich unter Luxemburger Flagge für eine Teilnahme an der Weltausstellung zu engagieren.

15 000 Besucher pro Tag

Auf einem fast 4 000 Quadratmeter großen Gelände wird der luxemburgische Pavillon entstehen; die Fläche des 21 Meter hohen Gebäudes beträgt 2 770 Quadratmeter, verteilt auf drei Stockwerke. Eine Runde durch den Pavillon wird voraussichtlich 15 bis 20 Minuten dauern; insgesamt können sich gleichzeitig 500 Menschen im Gebäude aufhalten. „Wir rechnen damit, dass wir etwa 15 000 Besucher pro Tag haben werden“, betont Nagel. „Das ist eine logistische Herausforderung – besonders bei Temperaturen von 35 Grad und mehr.“ Auch ein Restaurant mit insgesamt 80 Sitzplätzen ist vorgesehen, davon 30 auf der Terrasse.


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Die vorgesehenen Gesamtkosten für den Bau des Pavillons betragen rund 32 Millionen Euro; ursprünglich war man von 25 Millionen Euro ausgegangen, tatsächlich sind die Baukosten aber höher als gedacht. Das Budget umfasst Auf- und Abbau sowie die Unterhaltung des Pavillons während der Zeit der Ausstellung. Und angesichts der international immer wieder laut werdenden Kritik an der Situation der vielfach aus Indien und Pakistan stammenden Bauarbeiter stellt Maggy Nagel fest, dass eine Vereinbarung die Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen sicherstellen soll.

An den Kosten für den Luxemburger Pavillon beteiligen sich auch verschiedene Akteure der Privatwirtschaft. „Noch nie war das Interesse von Unternehmen so groß, sich unter Luxemburger Flagge für eine Teilnahme an der Weltausstellung zu engagieren“, sagt Maggy Nagel. Die europäische Satellitengesellschaft SES, aber auch Post Luxembourg und die Handelskammer haben jeweils 2,5 Millionen Euro dazu gesteuert. Die Firma ArcelorMittal stellt Stahlelemente für den Pavillonbau im Wert von 500 000 Euro zur Verfügung, die Frachtfluggesellschaft Cargolux gibt Ladekapazitäten kostenlos frei und sponsort den Auftritt zusätzlich finanziell; der Gesamtwert wird mit 500 000 Euro beziffert. In derselben Größenordnung engagiert sich auch der Keramik-Hersteller RAK Porcelain. Weitere Unterstützer sind Guardian Glass, MCM Steel und ULT. Aber: „Wir suchen aber noch weitere Sponsoren“, lacht Maggy Nagel.

3 500 Übernachtungen reserviert

Die Luxemburger Präsenz stößt auch beim breiten Publikum bereits jetzt auf großes Interesse: Insgesamt haben hierzulande schon etwa 2 000 Menschen ihre Reise nach Dubai zur Expo 2020 über verschiedene Reisebüros gebucht. „3 500 Übernachtungen wurden so schon reserviert“, betont Nagel. Eine direkte Flugverbindung von Luxemburg in die Vereinigten Arabischen Emirate ist derzeit ebenfalls im Gespräch, wie die Kommissarin auf Nachfrage erklärt; weitere Details dazu gibt es aber noch nicht.




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