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Luxemburg, auf dem Weg zur „Stadt der Zukunft“
Wirtschaft 3 5 Min. 20.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg, auf dem Weg zur „Stadt der Zukunft“

150 Quadratmeter groß: Auf dem von der Handelskammer organisierten Gemeinschaftsstand präsentieren sich elf Unternehmen.

Luxemburg, auf dem Weg zur „Stadt der Zukunft“

150 Quadratmeter groß: Auf dem von der Handelskammer organisierten Gemeinschaftsstand präsentieren sich elf Unternehmen.
Foto: Mara Bilo
Wirtschaft 3 5 Min. 20.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg, auf dem Weg zur „Stadt der Zukunft“

Mara BILO
Mara BILO
Charme-Offensive in Barcelona: Beim „Smart City Expo World Congress“ zeigt sich Luxemburg von der schönsten Seite.

Wer in den vergangenen Tagen im sonnigen Barcelona unterwegs war, hat es vielleicht gemerkt. Tausende von Geschäftsleuten, alle mit demselben blauen Besucherausweis um den Hals, die entschlossen mit einem Ziel durch die Straßen der katalanischen Hauptstadt marschieren: dem „Smart City Expo World Congress“, der Wirtschaftsakteure aus der ganzen Welt zusammenbringt. Zweck der Fachmesse ist, dass Teilnehmer Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern knüpfen – dafür sind Vertreter von 1 010 Unternehmen sowie 700 Städten nach Barcelona gereist.

Das Mega-Event bringt Wirtschaftsakteure aus der ganzen Welt zusammen.
Das Mega-Event bringt Wirtschaftsakteure aus der ganzen Welt zusammen.
Foto: Mara Bilo



80911156. Puebla, 11 Sep 2018 (Notimex-Carlos Pacheco).- Con la participaci�n de Antonio Galu Fayad, gobernador de Puebla; Manuel Redondo, presidente de Fira Barcelona M�xico; Yolanda Mart�nez, coordinadora de la Estrategia Digital Nacional; Enrique Cabreara, director del Consejo Nacional de la Ciencia y Tecnolog�a en el Centro Expositor de la ciudad de Puebla, se inaugur� el Smart City Expo LATAM Congress. NOTIMEX/FOTO/CARLOS PACHECO/CPP/POL/
Auf zu neuen Geschäften in Barcelona
Der „Smart City Expo World Congress“ fängt in Barcelona an – Luxemburg ist mit einem nationalen Gemeinschaftsstand vertreten.

Das seit neun Jahren organisierte Mega-Event zum Thema „intelligente Städte“ findet dieses Jahr unter dem Motto „Cities made of Dreams“ statt. Gezeigt werden soll, wie sich die Städte weltweit nach fast einem Jahrzehnt der Förderung des Konzeptes der „Smart Cities“ entwickelt haben. „Intelligente Städte“ sind vernetzte Städte, für deren Gestaltung die modernsten technologischen Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechniken eingesetzt werden. Und so zeigen sich in Barcelona neben Großkonzernen wie Amazon, Cisco und Huawei, auch Großstädte wie Moskau, Tel Aviv und Seoul in den Ausstellungshallen von ihrer besten Seite.

Auch Luxemburg hat sich dafür entschieden, an der diesjährigen Ausgabe des Kongresses teilzunehmen. Die Handelskammer hat einen 150 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand organisiert, auf dem sich elf Luxemburger Unternehmen präsentieren (siehe Kasten unten).

Es werden 600 Euro pro Einwohner pro Jahr in die Verkehrsinfrastruktur investiert.

François Bausch

5G im Vordergrund

Wichtige Voraussetzung für den weiteren Aufbau dieser „intelligenten Städte“ ist die Technologie der fünften Mobilfunkgeneration 5G. Auch da will Luxemburg punkten und zeigen, dass das Land ein Vorreiter ist: Die Handelskammer hatte am Dienstag die 5G-Strategie des Großherzogtums auf dem Gemeinschaftsstand in Barcelona vorgestellt. „In Luxemburg haben bereits sogenannte Konsultationen stattgefunden, um mit Interessenten die Bedingungen für Aufbau und Betrieb des 5G-Netzes zu diskutieren“, erklärte Eric Krier von der Medien- und Kommunikationsabteilung der Regierung. Einem Aktionsplan der Europäischen Kommission zufolge soll sich das Mobilfunknetz der fünften Generation bis 2020 zunächst auf städtische Gebiete in Luxemburg konzentrieren.


Thomas Engel, Forscher an der Uni. Luxemburg - Forschung 5-G-Netz - Foto : Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Alles vernetzt: Uni Luxemburg entwickelt Anwendungen für 5G
Ein Professor im Rennsimulator? An der Uni Luxemburg ist das möglich. Thomas Engel und sein Team forschen im SECAN-Lab an neuen Formen der Kommunikation im Automobilbereich. Dabei wird der neue Mobilfunkstandard 5G immer wichtiger.

Neben diesen öffentlichen Konsultationen laufen parallel auch bereits erste 5G-Pilotprojekte, wie Krier erläuterte. Ein Beispiel ist das europäische grenzüberschreitende Mobilitätsprojekt „5GCroCo“; dabei geht es darum, die 5G-Technologie für selbstfahrende Autos in Deutschland, Frankreich und Luxemburg zu testen. Am Projekt beteiligt ist unter anderem die luxemburgische Post, die für die Planung und den Betrieb der Teststrecke in Luxemburg verantwortlich ist.

„Intelligente“ Mobilität

Neben der Vorstellung der 5G-Strategie hat Transportminister François Bausch am Mittwoch das Mobilitätskonzept – auch unter dem Namen „MoDu 2.0“ bekannt – von Luxemburg präsentiert. Sein Erfolgsrezept: die Kombination von verschiedenen Transportmitteln, die Antizipation der künftigen Nachfrage und Millioneninvestitionen. „Es werden 600 Euro pro Einwohner pro Jahr in die Verkehrsinfrastruktur investiert“, so Bausch. „Das ist mehr als in allen anderen EU-Mitgliedstaaten.“


12.10. Stau / Autobahn A3 / Düdelinger Autobahn / Grenzgänger / Frontaliers / Foto: Guy Jallay
Sorgenkind Mobilität: Der Verkehr von morgen
Die Mobilität der Zukunft bereitet Kopfzerbrechen – Neue Konzepte und ein globales Umdenken sind gefragt.

Dem Minister zufolge ist Luxemburg noch keine „Smart City“, aber „auf dem Weg dahin. Deshalb ist es auch wichtig, hier zu sein.“ Dass Luxemburg noch vor vielen Herausforderungen steht, ist klar: „Wir arbeiten daran, den Übergang zu einer intelligenten Mobilität zu schaffen“, so Bausch. „Das heißt aber, dass derzeit quasi überall Baustellen zu finden sind. Das ist mir natürlich bewusst, aber: Der Weg ist der richtige, wir müssen uns nur in Geduld üben.“


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