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Luxemburg als solider Finanzplatz: Das Zentrum für Private Equity

Luxemburg als solider Finanzplatz: Das Zentrum für Private Equity

Private Equity

Luxemburg als solider Finanzplatz: Das Zentrum für Private Equity

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Luxemburg als solider Finanzplatz: Das Zentrum für Private Equity

Luxemburg hat über viele Jahre einen soliden Finanzplatz aufgebaut, besonders für Investmentfonds. Volatile Märkte und historisch niedrige Zinssätze haben viele Investoren dazu veranlasst, sich den sogenannten „Alternativanlagen“ zuzuwenden.

Eines der attraktivsten alternativen Fondssegmente ist Private Equity, also Kapitalbeteiligungen an nicht-börsennotierten Unternehmen.

Aufgrund der größer werdenden Anzahl an Investoren haben die Europäischen Institutionen strengere Regeln verabschiedet, um die Investoren zu schützen. 2013 war Luxemburg eines der ersten Länder, das diese neue Regulierung umgesetzt hat. Diese erlaubt es Investoren auch, ihre Fonds von einem einzigen Land aus zu verwalten. Die Erfahrung Luxemburgs im Bereich der Investment-Fonds, der unternehmerfreundliche rechtliche und steuerliche Rahmen und die mehrsprachigen Spezialisten werden von vielen Investoren geschätzt. Luxemburg gilt weltweit als eines der interessantesten Länder, um Fonds aufzulegen. So werden heute von Luxemburg aus über 400 Milliarden Euro an Private-Equity-Anlagen verwaltet. Das Land ist Zielort für zahlreiche Private-Equity-Investoren, einschließlich der 13 weltweit größten Private-Equity-Firmen.

Immer mehr Jobangebote in Luxemburg

Private Equity sorgt für das Wachstum von Unternehmen und deren Wert. Allerdings ist auch das Wachstum der Private-Equity-Industrie bemerkenswert.

Die Industrie zieht immer mehr Investoren an und benötigt daher auch mehr Private-Equity-Manager. 2016 hat die LPEA damit begonnen, Statistiken für den Private-Equity-Arbeitsmarkt zu sammeln.

Die gesammelten Daten zeigen einen steilen Anstieg der Arbeitsplatzangebote nach der Brexitan-kündigung. Im Vergleich zu 2017 stieg das Angebot um satte 27 Prozent (siehe Grafik).

Zu den beliebtesten angebotenen Jobs gehören insbesondere solche, die zu den Klassikern in Luxemburg zählen: Buchhalter, Wirtschaftsprüfer, Juristen und Sekretariatsfachkräfte. Darüber hinaus lässt sich nun auch eine steigende Anzahl an offenen Stellen im Bereich des Risiko-Managements, Compliance, und Investment-Management fest-stellen.

Das schnelle Wachstum des Private-Equity-Sektors in Luxemburg hat ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt geschaffen.

Spezialisierte Fortbildungen, unter anderem von privaten Organisationen wie Beratungsfirmen und Rechtsanwaltskanzleien oder aber vom „House of Training“, können hier eine Trendwende bewirken.

Eine weitere Lösung, das Angebot an Arbeitskräften zu erhöhen, besteht darin, außerhalb von Luxemburg zu rekrutieren, besonders, wenn es um Spezialisten geht.

Skype: Erfolgsstory nahm ihren Lauf in Luxemburg Hans-Jürgen Schmitz, Mitgründer von Mangrove Capital Partners

Nur wenige Leute wissen, dass die Erfolgsstory von Skype ihren Lauf in Luxemburg nahm.

Das stimmt. Skype war die Idee von zwei unorthodoxen Gründerpersönlichkeiten, Niklas Zennström und Janus Friis. Sie lernten sich Ende der 1990er-Jahre in Luxemburg bei Tele 2 kennen. Eines ihrer ersten „Gründerbabys“ war nicht Skype sondern eine weltweite Plattform zum Dateienaustausch mit dem Namen Kaazaa. Diese wurde vorrangig für den Austausch von Musikdateien genutzt. Die Grundidee hinter Skype war dieselbe: die Nutzung eines weltweiten serverlosen Netzwerks zum Austausch von (Sprach)datenpaketen. Als wir mit den Gründern in Kontakt kamen, war Skype ein Konzept, Breitband-Internet quasi unbekannt und die Musikindustrie auf Kriegspfad mit Kaazaa. Keine idealen Voraussetzungen für Investoren. Aber das disruptive Produktkonzept überzeugte uns.

Nach der Investition in Skype hat Mangrove in viele weitere Start-up-Unternehmen investiert. Mit Erfolg?

Das Basisrezept für einen erfolgreichen Früh(st)phasenfinanzierer lässt sich unserer Erfahrung nach auf eine recht einfache Formel bringen: Eine erfolgreiche Beteiligung an einem Zielunternehmen muss das Potenzial haben, den gesamten Investmentfonds mindestens einmal in voller Höhe zurückzuzahlen. Das gelingt im Start-up-Umfeld statistisch bestenfalls bei einer von hundert Investitionen. Wir bei Mangrove haben eine Faustregel: kein Fonds über 200 Millionen Euro. Nach Skype waren wir bei der Entwicklung von drei Technologieunternehmen beteiligt, die eine Milliardenbewertung erzielt haben.

Was hat Mangrove, einem der bekanntesten europäischen Wagniskapitalgeber, erlaubt, in Luxemburg zu wachsen?

Wir investieren neben unserem eigenen Geld vor allem Geld von nationalen und internationalen Finanzinvestoren. Hier spielt der Standort Luxemburg eine wesentliche Rolle. Wir haben vom guten Ruf Luxemburgs als einem der weltweit angesehensten Standorte für alternative Investmentfonds profitiert. Gute Ideen sind nicht geografisch begrenzt und Luxemburg hat keinen natürlichen Heimatmarkt. Also waren wir von Anfang an gefordert, unsere Investitionen in anderen Märkten zu finden, im Wesentlichen in der EU und in Israel. Die Erfolge unserer Investitionen in Deutschland (Brands4Friends, Lesara, Outfittery), in Israel (Wix.com, WalkMe), aber nicht zuletzt auch in Luxemburg (mit Skype) waren gut für unser Image und haben Luxemburgs Attraktivität in Sachen Digitalwirtschaft gestärkt.

Gibt es heute interessantere Start-ups in Luxemburg als noch vor fünf oder zehn Jahren?

Zweifelsohne. Als wir im Jahr 2000 Mangrove gegründet haben, konnte von einem Start-up-Umfeld in Luxemburg kaum die Rede sein. Das hat sich in den letzten Jahren massiv geändert. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von sowohl privaten als auch staatlichen Initiativen mit dem Ziel, Innovation und Gründungsbereitschaft in Luxemburg zu fördern. Mittlerweile gibt es namhafte Start-ups hier. Doctena, Digicash, AtHome oder Talkwalker, um nur einige zu nennen.

Wenn öffentliche Mittel zu Wagniskapital werden

Der öffentliche Sektor spielt eine wichtige Rolle für Wagniskapital-Investitionen. In Luxemburg ist die sichtbarste Wagniskapital-Anlage der Luxembourg Future Fund. Mit einer Investitionskapazität von 150 Millionen Euro, ist dieser Fonds dafür bestimmt, Private-Equity-Firmen zu unterstützen, die in für Luxemburg zukunftsträchtige Sektoren investieren. Ein weiterer Fonds, der Luxembourg Digital Fund, wurde 2016 gegründet und verfügt über 20 Millionen Euro von privaten und öffentlichen Investoren. Dieser Fonds widmet sich Digital-Unternehmen, so zum Beispiel Unternehmen in den Bereichen Cyber Security, Big Data, digitales Gesundheitswesen oder digitale Bildung. Bei öffentlichen Investitionen in Wagniskapital gilt der Grundgedanke: das nötige Kapital zur Verfügung zu stellen, das Banken nicht liefern.

Über den Verband

Die LPEA (Luxembourg Private Equity and Venture Capital Association) ist der luxemburgische Interessenverband für Unternehmen, die im Sektor des Beteiligungs- und Wagniskapitals tätig sind.

Heute zählt die 2010 gegründete LPEA rund 160 Mitglieder, davon etwa 70 Private-Equity-Unternehmen.

Der Interessenverband ist die Stimme der Industrie und vertritt diese vor nationalen und europäischen Behörden.

Durch Konferenzen und technische Arbeitsgruppen ermöglicht die LPEA einen regen Austausch unter den Mitgliedern zu verschiedenen Themen und Best-Practice-Vorgaben.

LPEA – Luxembourg Private Equity & Venture Capital Association

12, rue Erasme – L-1468 Luxembourg

www.lpea.lu / Tel.: 28 68 19 60 2

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