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Luxembourg School of Finance: Sprungbrett in die Bankenwelt
Andrei Shleifer, Roman Kräussl, Pierre Gramegna und Jang Schiltz (v. r. n. l.) nahmen an der Veranstaltung teil.

Luxembourg School of Finance: Sprungbrett in die Bankenwelt

Foto: Guy Jallay
Andrei Shleifer, Roman Kräussl, Pierre Gramegna und Jang Schiltz (v. r. n. l.) nahmen an der Veranstaltung teil.
Wirtschaft 26.10.2017

Luxembourg School of Finance: Sprungbrett in die Bankenwelt

Mara BILO
Mara BILO
Am Donnerstag feierte die LSF ihr 15-jähriges Bestehen und kann gute Ergebnisse vorweisen: Laut Angaben der Universität Luxemburg, in der die Finanzschule eingliedert ist, haben an der LSF bislang 1 353 Studierende aus 89 Ländern die Schulbank gedrückt.

Junge Menschen, die auf der Suche nach dem Königsweg in den Finanzplatz von Luxemburg sind, kommen an der „Luxembourg School of Finance“ (LSF) kaum vorbei. Am Donnerstag feierte die LSF ihr 15-jähriges Bestehen und kann gute Ergebnisse vorweisen: Laut Angaben der Universität Luxemburg, in der die Finanzschule eingliedert ist, haben an der LSF bislang 1 353 Studierende aus 89 Ländern die Schulbank gedrückt.

Eine neue Zielgruppe

Die Zielgruppe der LSF hat sich mit den Jahren stark verändert. Bei der offiziellen Einweihung der LSF im Oktober 2002 sagte Germain Dondelinger, ehemaliger Regierungskommissar für die Universität Luxemburg, dass „viele Bankangestellten in der Finanzschule eine notwendige Voraussetzung ihrer Karriere sehen. Es kam schon vor, dass Banker nicht in Luxemburg arbeiten wollten, weil diese Möglichkeit nicht bestand.“ Damals richtete sich die neue Finanzschule zunächst an diejenigen, die bereits am seinerzeit rasant wachsenden Finanzplatz Luxemburg arbeiteten und auf der Suche nach weiterer Qualifizierung waren.

„Heute dagegen sind unsere Studierenden Universitätsabsolventen, die sich auf ihre Zukunft in der Welt der Banken gezielt vorbereiten wollen“, erklärte Jang Schiltz, Direktor der Finanzschule. Und er zeigt sich zufrieden: „Die Zahl der Bewerbungen nimmt in jedem Jahr weiter zu. Wir überlegen, weitere Studiengänge aufzubauen und dann mehr Studienplätze anbieten zu können.“ Finanzminister Pierre Gramegna, der dem Jubilar am gestrigen Abend seine Aufwartung machte, betonte auch, dass ein Masterprogramm in Risiko- und Compliancemanagement Sinn machen würde. „Finanzinstitute hierzulande haben Schwierigkeiten, gute Kandidaten für ihre offenen Stellen zu finden.“

Das Problem der Finanzierung

Die „Luxembourg School of Finance“ sucht nach Investoren, um ihre Weiterentwicklung zu finanzieren. Mehrere Male wurde das Thema gestern Abend scherzhaft angesprochen. In seiner Ansprache wies daher Finanzminister Gramegna auch darauf hin, dass er nun verstehe, warum er zu dieser Veranstaltung eingeladen worden sei, und nicht seine Regierungskollegen, die sich um Hochschule und Bildung kümmerten. Der Abend endete mit einer Vorlesung von Andrei Shleifer, Professor für Wirtschaft an der Harvard-Universität, der eigens zu diesem Anlass aus den USA angereist war.


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