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Luxembourg Internet-Days 2014: ICT-Standort steht hoch im Kurs
Wirtschaft 2 Min. 17.11.2014

Luxembourg Internet-Days 2014: ICT-Standort steht hoch im Kurs

Premierminister Xavier Bettel im Gespräch mit Laszlo Czero (Docler Holding), Marco Houwen (Lu-Cix) und Kenji Hirose (Rakuten Europe).

Luxembourg Internet-Days 2014: ICT-Standort steht hoch im Kurs

Premierminister Xavier Bettel im Gespräch mit Laszlo Czero (Docler Holding), Marco Houwen (Lu-Cix) und Kenji Hirose (Rakuten Europe).
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 2 Min. 17.11.2014

Luxembourg Internet-Days 2014: ICT-Standort steht hoch im Kurs

Über 550 Teilnehmer haben sich für die Fachmesse in der Handelskammer angemeldet. Premierminister Bettel kündige in seiner Ansprache einen kostenlosen Wifi-Zugang in der Hauptstadt an.

(aa) - In der Handelskammer finden vom 17. bis zum 18. November die ersten Luxembourg Internet-Days der Interessenvereinigung Lu-Cix statt. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Branchenvertreter und soll ihnen als Austauschplattform dienen. Nach verschiedenen Einzelevents in den vergangenen Jahren fasst Lu-Cix in diesem Jahr die Bereiche Gaming, Sicherheit und Datenzentren unter einem Dach zusammen.

Lage, Infrastrukur, Steueroptimierung

Kenji Hirose, CEO des japanischen Online-Giganten Rakuten brachte am Montag in seiner Keynote die Vorteile des Standortes Luxemburg auf den Punkt. Rakuten ist in Japan die unangefochtene Nummer eins und befindet sich auf weltweitem Expansionskurs, nicht zuletzt in Europa. Dazu wurde bereits vor Jahren der Sitz im Großherzogtum angesiedelt. „Neben der geografischen Lage bietet Luxemburg eine hervorragende technische Infrastruktur und auch Möglichkeiten der Steueroptimierung.“ Angesichts der Lux-Leaks-Enthüllungen sorgte die Aussage des Japaners für spontane Heiterkeit im Publikum. In Europa ist Rakuten bislang in fünf Ländern aktiv. Dies sind Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien und Großbritannien. In Luxemburg biete Rakuten seine Dienste während der Expansionsphase noch nicht an, dafür sei der Markt zu klein.

Zuvor hatte Lu-Cix-Präsident Marco Houwen die Luxembourg Internet-Days 2014 eröffnet und die vier neuen Mitglieder begrüßt: British Telecom, Globixit, Numéricable und Fiberring. Insgesamt kommt die Interessenvereinigung, die seit 2009 existiert, auf rund 60 Mitglieder. Nachdem in den vergangenen Jahren verschiedene Themenveranstaltungen stattgefunden hatten, habe man in diesem Jahr erstmals Gaming, Sicherheit und Datenzentren unter einem Dach vereinigen wollen. 30 Prozent der 550 eingeschriebenen hochrangigen Teilnehmer – darunter viele CEOs, CTOs und CIOs – stamme aus dem Ausland, so Houwen. Unterstützt wird die Veranstaltung u.a. vom Staatsministerium Luxembourg for Business und der Handelskammer.

Gratis Wifi-Zugang zur EU-Präsidentschaft

Premier Xavier Bettel sprach vor den Teilnehmern über die gute Infrastruktur Luxemburgs, die als Basis für künftige Entwicklungen in der Branche dienen solle, ging auf die Strategie „Digital Lëtzebuerg“ ein und kündigte nebenbei für die Hauptstadt einen kostenlosen öffentlichen Wifi-Zugang zur EU-Präsidentschaft im kommenden Jahr an. Weiterhin hob Bettel die Bedeutung der öffentlichen und privaten Zusammenarbeit hervor. Ein Ball, den Laszlo Czero, Managing Diector der Docler Holding, aufgriff und sich für die enorme Unterstützung der luxemburgischen Regierung bedankte. Das IT-Unternehmen hat in Luxemburg bereits rund 300 Angestellte. Anfangs vor allem bekannt wegen nicht jugendfreiem Videostreaming, möchte Docler sich laut Czero mehr und mehr zum Medienunternehmen entwickeln. Dabei verwies er auch auf das vor wenigen Tagen über Hotbird gestartete Programm Jasmin TV.

Die Luxembourg Internet-Days 2014 dauern noch bis Dienstagabend. Nachdem am Montag das Thema Gaming im Mittelpunkt stand, werden am zweiten Tag Sicherheit und Datenzentren die Schwerpunkte sein.


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