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Stimmung hellt sich weiter auf
Wirtschaft 3 Min. 18.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Luxembourg Business Compass

Stimmung hellt sich weiter auf

An der vorliegenden Edition haben sich 71 Spitzenkräfte der luxemburgischen Wirtschaft 
beteiligt. Sie wurden zwischen 
dem 23. März und dem 14. April 2015 befragt.
Luxembourg Business Compass

Stimmung hellt sich weiter auf

An der vorliegenden Edition haben sich 71 Spitzenkräfte der luxemburgischen Wirtschaft 
beteiligt. Sie wurden zwischen 
dem 23. März und dem 14. April 2015 befragt.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 3 Min. 18.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Luxembourg Business Compass

Stimmung hellt sich weiter auf

Führende luxemburgische Unternehmenslenker äußern sich zunehmend optimistisch über die wirtschaftlichen Aussichten für das Großherzogtum und für ihre Betriebe. Das belegt der 13. „Luxembourg Business Compass“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des „Luxemburger Wort“.

(aa) - Führende luxemburgische Unternehmenslenker äußern sich zunehmend optimistisch über die wirtschaftlichen Aussichten für das Großherzogtum und ihre Betriebe. Das belegt der 13. „Luxembourg Business Compass“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des „Luxemburger Wort“.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und das „Luxemburger Wort“ stellen die 13. Ausgabe ihres Wirtschaftsbarometers „Luxembourg Business Compass“ (LBC) vor.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und das „Luxemburger Wort“ stellen die 13. Ausgabe ihres Wirtschaftsbarometers „Luxembourg Business Compass“ (LBC) vor.

Die heimischen Wirtschaftsführer schauen mit Zuversicht in die Zukunft. Der LBC-Index hat erneut zugelegt. Wenn das Stimmungsbarometer für die nächsten zwölf Monate auch nur um zwei Zehntelpunkte von +0,9 auf +1,1 nach oben ging, so ist es doch der fünfte Anstieg in Folge.

Im April 2013 rechnete man noch mit einer leicht schrumpfenden Wirtschaft. Zwei Jahre später sieht dies deutlich anders aus, und der Trend nach oben hat sich stabilisiert.

Wettbewerbsfähigkeit
 wird besser beurteilt

Zudem zeigt die vom Institut für Demoskopie Allensbach im März und April 2015 durchgeführte Studie, dass die Erwartungshaltung in der luxemburgischen Unternehmerschaft recht homogen ist, und der ermittelte Durchschnittswert nicht etwa durch sich mehr oder weniger ausgleichende Extrema zustande kommt. Die meisten Unternehmenslenker stimmten auf einer Skala von +5 bis -5 mit +2, +1 oder 0.

Was die Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs als Wirtschaftsstandort anbelangt, so hat sich diese in den Augen der Unternehmerschaft deutlich verbessert. 58 Prozent der Befragten bewerteten sie mit „sehr gut“ oder „gut“. Das war zuletzt im April 2011 der Fall, danach ging es bergab. Noch vor einem Jahr äußerten sich gerade einmal 38 Prozent positiv über die Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs, vor zwei Jahren waren es 36 Prozent. 

Auf die gezielte Frage, wie sie die Wettbewerbsfähigkeit heute im Vergleich zu vor zwei Jahren bewerteten, gaben erstaunlicherweise wesentlich mehr Befragte eine negative Antwort als eine positive. Ein Widerspruch. Anscheinend, so die Beurteilung des Institutes Allensbach, hätten viele Wirtschaftsführer den Eindruck, dass sich das Land noch nicht völlig von den Auswirkungen der Krise erholt habe. 

Negative Tendenzen bei einzelnen Faktoren

Obschon sich luxemburgische Unternehmenslenker derzeit überwiegend positiv über die Wettbewerbsfähigkeit äußern, sehen sie dennoch negative Tendenzen bei einzelnen Faktoren. Dazu gehören in erster Linie das steuerliche und regulatorische Umfeld, die 69 bzw. 55 Prozent der Befragten mit „hat sich verschlechtert“ bewerteten. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Bewertung der Entwicklung des steuerlichen Umfeldes noch verschlechtert. Gleiches gilt für 
die Entwicklung des Arbeitsmarktes bezüglich gut ausgebildeter Kräfte. Wurde jedoch nicht 
nach der Wahrnehmung, sondern gezielt nach eigenen Erfahrungen mit der Rekrutierung 
von Fachkräften gefragt, zeigte sich keine Verschlechterung, 
sondern ein eher stabiles Bild. D. h. es gibt durchaus Probleme, aber keine deutlich negative Tendenz.

Die Entwicklung der Arbeitskosten hingegen wird inzwischen weniger schlecht beurteilt. Nur noch 48 Prozent sprachen von einer Verschlechterung. Dieser Wert lag bei den vergangenen LBC-Ausgaben um 20 bis 30 Prozentpunkte höher.

Höhere Investitionen,
 mehr Arbeitsplätze

Der zunehmend positive Eindruck zur wirtschaftlichen Lage schlägt sich auch auf die Einschätzung nieder, wie sich die eigenen Betriebe entwickeln werden. Die luxemburgischen Wirtschaftsführer rechnen in ihren Unternehmen für die kommenden sechs Monate mit deutlichen Umsatzzuwächsen und höherer Rentabilität. Beim Umsatz wird ein 
Plus von 4,5 Prozent erwartet. 
Das ist der stärkste Zuwachs seit vier Jahren. Bei der Rentabilität wird ein Plus von 1,9 Prozent erwartet.

Was für den Umsatz gilt, zeigt sich in ähnlicher Form auch bei den
 Investitionen. Sie sollen im 
nächsten halben Jahr um 4,8 Prozent steigen. Mehr wurde zuletzt vor vier Jahren erwartet. Positiv sind auch die Erwartungen beim Personal. Die Zahl der Mitarbeiter soll in den kommenden 
Monaten um 1,8 Prozent steigen. Positivere Erwartungen gab es auch dort zuletzt vor vier Jahren. 

Wirtschaftsbarometer für Luxemburg

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und das „Luxemburger Wort“ stellen die neue Ausgabe ihres Wirtschaftsbarometers „Luxembourg Business Compass“ (LBC) vor. Die halbjährliche Studie wurde im April 2009 eingeführt. Erklärtes Ziel war es, erstmals einen Indikator zu schaffen, der in regelmäßigen Abständen darüber Rückmeldung gibt, wie die Unternehmenslenker des Landes 
die künftige wirtschaftliche Entwicklung beurteilen. An der vorliegenden Edition haben sich 71 Spitzenkräfte der luxemburgischen Wirtschaft 
beteiligt. Sie wurden zwischen 
dem 23. März und dem 14. April 2015 befragt.


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