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„LUX 2025“ für Stahlindustrie unterschrieben
Wirtschaft 25.01.2021

„LUX 2025“ für Stahlindustrie unterschrieben

„LUX 2025“ für Stahlindustrie unterschrieben

Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 25.01.2021

„LUX 2025“ für Stahlindustrie unterschrieben

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Bei der Stahl-Tripartite wurde im Dezember eine Einigung zwischen Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften gefunden. Die entsprechende Vereinbarung wurde am Montag unterschrieben.

Nach zahlreichen Arbeitsgruppensitzungen haben Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften nun die endgültige „LUX 2025“-Vereinbarung für die Stahlindustrie unterzeichnet. Das meldet der LCGB am Montag. 


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Bei der Stahl-Tripartite konnte eine Einigung zwischen Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften gefunden werden. Die Arbeitsstellen werden wie geplant abgebaut, bis zu 202 Millionen Euro werden investiert.

Die Gewerkschaft stellt mit Genugtuung fest, dass das Abkommen, das für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2025 ausgearbeitet wurde, die meisten seiner Forderungen und Garantien aufgegriffen hat. „Die Vereinbarung, die auf einem Personalüberschuss von rund 536 Stellen aufgebaut ist - von denen 18 nicht vom Beschäftigungsfonds subventioniert werden - garantiert, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen, Sozialpläne oder Standortschließungen geben wird“, schreibt die Gewerkschaft am Montag.

Bei der Gestaltung der Vereinbarung „LUX 2025“ hätten die jeweiligen Partner ihre Rolle übernommen, um die Beschäftigung und vor allem die Nachhaltigkeit der luxemburgischen Standorte zu erhalten. Auch die konstruktive Unterstützung durch die Regierung sei schätzenswert, denn durch das Abkommen könnten hoch qualifizierte und erfahrene Arbeitskräfte mit viel Know-how in Luxemburg erhalten bleiben.

Dennoch bleibt der LCGB „sehr vorsichtig“, denn die Versprechen müssten nun auch eingehalten werden, vor allem in Bezug auf die Schlüsselprojekte, die in Luxemburg durchgeführt werden sollen. Zu diesem Zweck habe der LCGB darauf bestanden, dass die Umsetzung des Abkommens überwacht und kontrolliert wird.

Wie die Geschäftsführung von ArcelorMittal in einer Pressemitteilung mitteilt, sind in den nächsten fünf Jahren Investitionen in Höhe von rund 165 Millionen Euro in Luxemburg geplant, darunter mehrere Projekte an den Standorten Belval, Differdingen, Rodange und Bissen. Der Investitionsbetrag umfasst unter anderem auch die Umschichtung eines Teils der Aktivitäten von Dommeldingen an andere nahe gelegene Fabriken.

Die Vereinbarung der Sozialpartner sieht vor, dass auf die Maßnahme der „préretraire ajustement“ zurückgegriffen wird. Es wird geschätzt, dass 237 Mitarbeiter des Stahlkonzernes von der Vorruhestandsregelung profitieren können; betroffen sind aktuell alle, die 1964 oder davor geboren sind.  

 Dazu kommt, dass alle Mitarbeiter, die ihre Stelle verlieren, in eine neue „cellule de reclassement“ kommen. Nach Einschätzungen von ArcelorMittal könnte das knapp 280 Mitarbeiter betreffen.  

Trotz des Abbaus von 500 Arbeitsplätzen haben wir eine Arbeitsplatzgarantie für alle Mitarbeiter erhalten, schreibt der OGBL in einer Mitteilung. „Es wird daher keinen Sozialplan und keine Entlassungen geben.“


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