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Lufthansa zieht sich zurück: Niki-Flugzeuge bleiben am Boden
Wirtschaft 13.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Lufthansa zieht sich zurück: Niki-Flugzeuge bleiben am Boden

Niki konnte zuletzt nur noch mit Finanzspritzen der Lufthansa fliegen - damit ist jetzt Schluss.

Lufthansa zieht sich zurück: Niki-Flugzeuge bleiben am Boden

Niki konnte zuletzt nur noch mit Finanzspritzen der Lufthansa fliegen - damit ist jetzt Schluss.
AFP
Wirtschaft 13.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Lufthansa zieht sich zurück: Niki-Flugzeuge bleiben am Boden

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die Lufthansa nimmt Abstand vom Kauf der österreichischen Niki. Am späten Nachmittag bestätigt ein Gericht in Berlin den Insolvenzantrag. Die Flugzeuge der Air-Berlin-Tochter bleiben am Boden.

(dpa) - Die Air-Berlin-Tochter Niki ist am Ende. Die Lufthansa zog am Mittwoch ihr Angebot für das österreichische Unternehmen mit seinen 21 Flugzeugen zurück - daraufhin stellte Niki den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Zuvor hatte das Unternehmen einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg gestellt.

„Das Ende der Niki ist ein nationales Desaster für Österreich“, sagte Airline-Geschäftsführer Oliver Lackmann. 1000 Mitarbeiter würden ihre Jobs verlieren.

„Die Flüge der Niki werden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Weitere Flüge der Niki sind nicht mehr buchbar. Der Flugplan der Niki verliert seine Gültigkeit“, teilte die Airline weiter mit. Niki rief Fluggäste dazu auf, sich an ihren Reiseveranstalter zu wenden. „Für Passagiere, die ihren Flug direkt bei Niki gebucht haben, organisieren mehrere Fluggesellschaften derzeit eine Rückholaktion auf Standby-Basis gegen ein geringes Entgelt aus dem Ausland nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.“

Ein Condor-Sprecher sagte, das Unternehmen arbeite an einem Ersatz-Flugplan. „Wir arbeiten an einer Branchenlösung“, sagte der Condor-Sprecher.

 Im Fall einer Pleite wäre Niki Lauda an einer Übernahme interessiert.
Im Fall einer Pleite wäre Niki Lauda an einer Übernahme interessiert.
AFP

Als Grund für den Rückzug gab die Lufthansa an, dass eine schnelle Freigabe des Erwerbs durch die EU-Kommission nicht zu erwarten sei. Der im Oktober geschlossene Kaufvertrag könne nicht vollzogen werden. Air Berlin ist seit August insolvent und hat den eigenen Flugbetrieb Ende Oktober eingestellt.

Im Fall einer Pleite von  Niki erwägt der Ex-Rennfahrer und Luftfahrt-Unternehmer Niki Lauda eine Übernahme der Airline. „Ich bin interessiert und würde mich darum kümmern“, sagte Lauda, der die Ferienfluglinie einst gegründet hat, der Nachrichtenagentur APA. Im Gegensatz zum ersten Bieterverfahren würde er nun allein um einen Zuschlag kämpfen. Im September hatte der 68-Jährige zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Tochter Condor ein Angebot für die insolvente Air Berlin samt österreichischer Niki unterbreitet. Damals hatte sich aber die Lufthansa durchgesetzt


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