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Lufthansa beschließt Kapitalerhöhung
Wirtschaft 19.09.2021
Rückzahlung der Staatshilfen

Lufthansa beschließt Kapitalerhöhung

Während der Corona-Krise hatte die Lufthansa Staatshilfen in Höhe von 4 Milliarden Euro in Anspruch genommen.
Rückzahlung der Staatshilfen

Lufthansa beschließt Kapitalerhöhung

Während der Corona-Krise hatte die Lufthansa Staatshilfen in Höhe von 4 Milliarden Euro in Anspruch genommen.
Foto: dpa
Wirtschaft 19.09.2021
Rückzahlung der Staatshilfen

Lufthansa beschließt Kapitalerhöhung

Die Lufthansa will die Rückzahlung der Staatshilfen mit der jetzigen Bundesregierung unter Dach und Fach bringen. Dafür muss der in der Corona-Krise schwer gebeutelte Konzern Milliarden auftreiben.

(dpa) - Die Lufthansa startet eine milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der deutschen Staatshilfen. Der Bruttoemissionserlös soll 2,14 Milliarden Euro betragen, wie das MDax-Unternehmen am Sonntagabend in Frankfurt mitteilte. Der Bezugspreis liege bei 3,58 Euro je neuer Aktie. Die neuen Papiere sollen den Aktionären voraussichtlich vom 22. September bis 5. Oktober im Bezugsverhältnis 1:1 angeboten werden.

Die Lufthansa will den Nettoerlös zur Rückzahlung der Stillen Einlage I des deutschen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verwenden. Zudem sei beabsichtigt, die Stille Einlage II in Höhe von 1 Milliarde Euro bis Jahresende vollständig zurückzuzahlen und den nicht in Anspruch genommenen Teil der Stillen Einlage I ebenfalls bis dahin zu kündigen.

Kredit bereits zurückgezahlt

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte erst jüngst betont, er wolle die Rückzahlung der deutschen Staatshilfen noch mit der derzeitigen Bundesregierung regeln. „Wir würden gern noch mit den jetzigen Ansprechpartnern Klarheit schaffen“, sagte der Chef von Deutschlands größtem Airline-Konzern vor knapp zwei Wochen.


ARCHIV - 06.05.2021, Brandenburg, Schönefeld: Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa steht auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn. Die Deutsche Lufthansa AG berichtet an diesem Donnerstag über ihr Geschäft im zweiten Quartal, das weiterhin stark von der Corona-Pandemie bestimmt war. (zu dpa «Lufthansa berichtet über schwieriges zweites Quartal») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Lufthansa erholt sich langsam von Corona
Auch im zweiten Quartal hat die Lufthansa einen Verlust eingeflogen. Dank anziehender Buchungen und Kostenschnitten fiel er kleiner aus als zuvor.

Einen Kredit der Staatsbank KfW von einer Milliarde Euro hat die Lufthansa bereits zurückgezahlt. Für die Rückzahlung der stillen Einlagen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds hatte Spohr die jetzige Kapitalerhöhung bereits angekündigt.

Erst im zweiten Quartal hatte die Lufthansa weitere 1,5 Milliarden Euro aus der zweiten stillen Einlage des Bundes gezogen. Insgesamt hat sie damit Staatshilfen in Höhe von 4 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Das Geld stammt von Deutschland sowie den Nachbarstaaten Belgien, Österreich und Schweiz.

Weg frei für Fusionen?

Die Rückzahlung aller Staatshilfen gilt auch als Voraussetzung für weitere Fusionen und Übernahmen unter Europas Fluggesellschaften. So lange die Unternehmen der Branche staatlich gestützt werden, sind ihnen Zusammenschlüsse untersagt. Schon vor der Corona-Krise sei klar gewesen, dass es zu einer weiteren Konsolidierung kommen werde, sagte Spohr. Die Krise habe in diesem Prozess quasi die Pause-Taste gedrückt. „In dem Moment, wo diese staatlichen Stabilisierungen zurückgezahlt werden, wird diese Pause-Taste wieder auf Play umswitchen“, sagte der Manager. „Denn wir haben viel zu viele Airlines in Europa.“


Rund 7.000 Verbindungen seien annulliert worden, Millionen Reisende seien zwischen März 2020 und März 2021 betroffen gewesen.
Fluggastrechte während Corona von Airlines massiv missachtet
Das Urteil der EU-Rechnungsprüfer ist vernichtend: Fluggesellschaften haben Verbraucherrechte während Corona missachtet.

Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reisebeschränkungen war Fluggesellschaften in aller Welt im vergangenen Jahr der Großteil ihres Geschäfts weggebrochen. Viele entgingen nur dank staatlicher Milliardenhilfen der Pleite.     

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