Wählen Sie Ihre Nachrichten​

"Loch ist Loch": Lidl zieht Werbesujet zurück
Wirtschaft 04.02.2019

"Loch ist Loch": Lidl zieht Werbesujet zurück

"Loch ist Loch": Lidl zieht Werbesujet zurück

Bild: Matthias Balk/dpa
Wirtschaft 04.02.2019

"Loch ist Loch": Lidl zieht Werbesujet zurück

Ein Facebook-Posting des Discounters Lidl über Donuts und Bagels löste am Wochenende heftige Diskussionen aus – nun wurde der Beitrag gelöscht.

(jt) - Nach einer Vielzahl an negativen Reaktionen hat die deutsche Supermarktkette Lidl ein umstrittenes Werbesujet gelöscht. Lidl hatte am Wochenende auf Facebook mit dem Slogan "Loch ist Loch" für seine Bagels und Donuts geworben. Einige Nutzer werteten das Posting als frauenverachtend.

Der Stein des Anstoßes.
Der Stein des Anstoßes.
Screenshot

"Ich weiß gerade nicht, was mich fassungsloser macht. Die Tatsache, dass eine große Supermarktkette wie Lidl einen derart respektlosen und sexistischen Slogan tatsächlich umsetzt und es offenbar nicht eine Instanz bis zur Veröffentlichung dieses Mists gab, die 'Moment mal, ich glaube das ist keine gute Idee' sagte, oder dass das von Menschen auch noch für gut befunden wird. Das ist abstoßend und ich bin aufrichtig entsetzt", empörte sich eine Nutzerin.

Andere wiederum, darunter viele Männer, verteidigten die zweideutige Werbebotschaft. "Mal ganz im Ernst, wer Donuts oder Bagels mit Frauen assoziiert, hat doch ein viel größeres Problem als Lidl und sollte das mal von einem Facharzt / einer Fachärztin überprüfen lassen. Ich für meinen Teil habe bei dieser Werbung gar nicht an Frauen gedacht (...)".

Lidl entschied sich dennoch, das Posting am Sonntag zu löschen. "Wir haben soeben unseren Bagel vs. Donut Post gelöscht, da es zu sehr kontroversen Diskussionen gekommen ist, die wir so nicht führen möchten. Klar ist, wir möchten unterhalten und eure Reaktionen haben auch mehrheitlich gezeigt, dass wir genau das geschafft haben. Unterhaltung hört aber da auf, wo sich Menschen verletzt fühlen und das ist leider auch passiert. Wir möchten uns also bei all denen entschuldigen, die sich durch den Post verletzt fühlen und werden zukünftig versuchen den Ton besser zu treffen."