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LinkedIn-Datenklau zieht Kreise bis nach Luxemburg
Wirtschaft 2 Min. 09.04.2021

LinkedIn-Datenklau zieht Kreise bis nach Luxemburg

Das soziale Business-Netzwerk LinkedIn mit Europasitz Irland scheint ähnlich wie Facebook von einem Datenhack betroffen.

LinkedIn-Datenklau zieht Kreise bis nach Luxemburg

Das soziale Business-Netzwerk LinkedIn mit Europasitz Irland scheint ähnlich wie Facebook von einem Datenhack betroffen.
Foto: dpa
Wirtschaft 2 Min. 09.04.2021

LinkedIn-Datenklau zieht Kreise bis nach Luxemburg

Hacker haben offenbar Daten von hunderten Millionen LinkedIn-Nutzern erbeutet. Auch Nutzer aus Luxemburg könnten betroffen sein.

(MeM/dpa) - Die Facebook-Konten von rund 188.000 Nutzern aus Luxemburg wurden zwischen 2017 und 2018 geknackt, wie vor kurzem herauskam. Jetzt wurde im Internet auch ein Datensatz mit angeblich einer halben Milliarde Nutzerdaten des Karrierenetzwerks LinkedIn gefunden. LinkedIn prüft, ob auch hier Luxemburger Nutzer betroffen sind. 

Die Nationale Kommission für Datenschutz (CNPD) steht dazu mir ihrem irischen Pendant DPC (Data Protection Commission) im Austausch und erklärt, dass LinkedIn seine Analyse auf der Grundlage einer Teilmenge von Daten zu zwei Millionen Konten begonnen hat und derzeit davon ausgeht, dass die Daten über eine Technik namens „Scrapping“ heruntergeladen wurden. 


ARCHIV - 10.06.2020, Baden-Württemberg, Karlsruhe: ILLUSTRATION - Auf dem Bildschirm eines Smartphones ist die Facebook-App zu sehen. (zu dpa «Daten hunderter Millionen Facebook-Nutzer erneut im Netz entdeckt») Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Daten hunderter Millionen Facebook-Nutzer im Netz entdeckt
Telefonnummern, E-Mail-Adressen und andere Daten von hunderten Millionen Facebook-Nutzern sind in einem Hacker-Forum entdeckt worden.

„Nach dem derzeitigen Stand der Analyse wird geschätzt, dass es sich bei den von diesem Leck betroffenen Daten um Daten handelt, die im Netzwerk „öffentlich verfügbar“ waren und möglicherweise mit Daten aus anderen Lecks kombiniert wurden“, so die CNPD. 

LinkedIn glaubt, kann aber nicht bestätigen, dass die im zum Verkauf angebotenen Datensatz enthaltenen Telefonnummern aus einer anderen Quelle als von LinkedIn selbst stammen. Für Fragen und Beschwerden von Nutzern wurde die Kontaktstelle dpo@linkedin.com eingerichtet. Laut CNPD sei es „wahrscheinlicher, dass Ihr Konto betroffen ist als andersherum“.

Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum

Der Datensatz mit angeblich einer halben Milliarde LinkedIn-Nutzerdaten wurde in einem Hacker-Forum angeboten. LinkedIn betonte nach einer Untersuchung in der Nacht zum Freitag, es scheine sich um eine Sammlung von Daten aus verschiedenen Quellen zu handeln. 

Grundangaben wie der vollständige Name sowie etwa E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum oder die Stadt, in der man wohnt, dienen bei Online-Netzwerken oft dazu, Bekannte und Freunde eindeutig zu identifizieren. Sie sind meist nicht für andere Nutzer sichtbar, können aber über Computer-Schnittstellen abgeglichen werden. Online-Kriminelle fanden allerdings immer wieder Wege, die Informationen über automatisierte Anfragen in großem Stil abzugreifen. Die Plattformen gehen dagegen vor - wenn die Daten aber erst einmal im Umlauf sind, ist ihre Verbreitung kaum zu stoppen.

Die am Wochenende entdeckten Telefonnummern und E-Mail-Adressen von 533 Millionen Facebook-Nutzern wurden dem Online-Netzwerk zufolge durch einen Missbrauch der Funktion zur Freundessuche erbeutet, bevor die Plattform im Sommer 2019 ein Schlupfloch schloss.

Der Verkäufer der angeblichen LinkedIn-Daten stellte zunächst nur zwei Millionen Datensätze online und versteigert das volle Paket, wie „Cybernews“ berichtete. LinkedIn gehört seit 2016 zu Microsoft.

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