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Lieber Abfindung als Wechsel: 1340 Beschäftigte verlassen Opel
Wirtschaft 22.05.2019

Lieber Abfindung als Wechsel: 1340 Beschäftigte verlassen Opel

Das "Opel"-Werk in Rüsselsheim.

Lieber Abfindung als Wechsel: 1340 Beschäftigte verlassen Opel

Das "Opel"-Werk in Rüsselsheim.
Silas Stein/dpa
Wirtschaft 22.05.2019

Lieber Abfindung als Wechsel: 1340 Beschäftigte verlassen Opel

Teile der Belegschaft in Rüsselsheim zweifeln das Geschäftsmodell der französischen Firma Segula stark an und bevorzugen daher eine Abfindung über einen Wechsel.

(dpa) - Bei der geplanten Auslagerung von 2000 Opel-Arbeitsplätzen an den Dienstleister Segula ziehen die Beschäftigten am Stammsitz Rüsselsheim nicht mit. Insgesamt haben sich 1340 Mitarbeiter des Entwicklungszentrums entschieden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen. Opel bestätigte am Mittwoch einen dementsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche". Sie nehmen Abfindungen, Altersteilzeit oder Vorruhestand in Anspruch, wie es im März mit dem Betriebsrat vereinbart worden war.


A sign is viewed at the General Motors Detroit-Hamtramck Assembly as they announced the closing of multiple facilities including this one on November 26, 2018 in Detroit, Michigan. - In a massive restructuring, US auto giant General Motors announced Monday it would cut 15 percent of its workforce to save $6 billion and adapt to "changing market conditions."
The moves include shuttering seven plants worldwide as the company responds to changing customer preferences and focuses on popular trucks and SUVs and increasingly on electric models.GM will shutter three North American auto assembly plants next year: the Oshawa plan in Ontario, Canada; Hamtramck in Detroit, Michigan and Lordstown in Warren, Ohio.In addition, it will close propulsion plants -- which produce batteries and transmissions -- in Baltimore, Maryland and Warren, Michigan, as well two more unidentified plants outside of North America. (Photo by JEFF KOWALSKY / AFP)
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Zusätzlich hätten sich 140 Beschäftigte bereit erklärt, zu Segula zu wechseln, sodass nun noch rund 550 Mitarbeiter für den geplanten Betriebsübergang zu Segula ausgewählt werden müssten, hieß es. Für sie besteht nun keine Möglichkeit des finanziellen Ausgleichs mehr.

Die IG Metall im Betriebsrat wertete das Ergebnis als klares Votum der Belegschaft gegen einen Teilverkauf des Zentrums an Segula. Zudem sei der Personalüberhang mit den 1340 Austritten komplett abgebaut. Im Sinne des Betriebsfriedens müssten die Verkaufsverhandlungen mit Segula sofort gestoppt werden.

Die beteiligten Unternehmen planen hingegen weiterhin den Betriebsübergang. Segula sieht sich gut aufgestellt, den Betrieb Anfang August mit rund 1000 Mitarbeitern aufzunehmen. Bislang lägen 380 Bewerbungen aus den Reihen der Opel-Beschäftigten sowie 691 von externen Arbeitskräften vor, hatte der Dienstleister am Dienstag berichtet. Bereits im vergangenen Jahr hatte Opel nach der Übernahme durch den PSA-Konzern in seinen deutschen Werken 3700 Mitarbeiter mit Geld zum Gehen bewegt.


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