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Lernen, Abfall zu vermeiden
Wirtschaft 1 24.06.2019

Lernen, Abfall zu vermeiden

Lernen, Abfall zu vermeiden

Foto: Guy Wolff/LW-Archiv
Wirtschaft 1 24.06.2019

Lernen, Abfall zu vermeiden

Das Umweltministerium startete am Montag eine Kampagne zur Müllvermeidung in Unternehmen und Institutionen.

(mth/s.w.) - Jede Stunde fallen in Luxemburg insgesamt drei Tonnen Plastikabfall an, in Kantinen werden nicht verzehrte Nahrungsmittel weggeworfen und der Kaffeeautomat spuckt in den meisten Fällen Plastikbecher aus, die wenige Minuten später im Mülleimer landen.

Die Entsorgung dieser Müllberge stellt zunehmende ein Problem dar, das einer dringenden Lösung bedarf. Wie sich jedoch Abfall vermeiden lässt und welche Alternativlösungen es gibt, das ist nicht immer jedem bekannt.

Daher hat das Umweltministerium zwischen dem 15. Mai und dem 20. Juni fünf "Null Offall"-Workshops in allen Regionen des Landes organisiert, um Strategien und Lösungen zur Abfallvermeidung vermitteln. Mitorganisator ist das Unternehmensnetzwerk "Inspiring more sustainability" (IMS)

"Es gibt natürlich nicht für alles eine Lösung, aber in sehr vielen Bereichen können wir bereits ganz auf Kunststoffverpackungen verzichten," so Umweltministerin Carole Dieschbourg, die als Beispiel den hauptstädtischen Bioladen "Ouni" nennt, der ganz auf Einweg-Verpackungsmaterial verzichtet und stattdessen auf recycelbare Stoffe wie Glas, Papier, Karton oder Metall setzt.

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Ein Beispiel, das mittlerweile immer mehr Nachahmer findet. Ende April gaben 55 Unternehmen bekannt, bis 2020 sämtliche nicht-recycelbaren Gefäße und Verpackungen aus ihren Betrieben zu verbannen - darunter Schwergewichte wie ArcelorMittal, Sodexho oder KPMG. Und bis Ende 2021 wird in ganz Europa nicht-wiederverwendbares Essgeschirr aus den Läden verbannt werden.

Eine Entwicklung, die Luxemburg von Anfang an möglichst umfassend unterstützen will.


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