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Kurzarbeiterregel für 2021 steht
Wirtschaft 19.11.2020

Kurzarbeiterregel für 2021 steht

Die Kurzarbeit bleibt das wichtigste Instrument in der Krise, sagt Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP).

Kurzarbeiterregel für 2021 steht

Die Kurzarbeit bleibt das wichtigste Instrument in der Krise, sagt Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP).
Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Wirtschaft 19.11.2020

Kurzarbeiterregel für 2021 steht

Marlene BREY
Marlene BREY
Die Kurzarbeit bleibt das wichtigste Instrument in der Krise. Der Konjunkturausschuss hat sich auf neue Regeln verständigt.

Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) und Wirtschaftsminister Franz Fayot (LSAP) haben am Donnerstag im Anschluss an die Sitzung des Konjunkturausschusses über Neuerungen in der Kurzarbeit informiert. Die Kurzarbeitregelung sei weiterhin das Hauptinstrument in der Krise, um die Unternehmen zu entlasten, so Kersch. 

Zentraler Punkt der Sitzung war die Frage, wie es mit der Kurzarbeit nach dem 1. Januar weitergeht. Dass die Kurzarbeit bis Juni 2021 verlängert wird, war bereits am 29. Oktober bestimmt worden. Die genauen Modalitäten mussten aber noch mit den Sozialpartnern geregelt werden. „Wir haben heute eine Einigung gefunden und darüber bin ich extrem froh“, sagte Kersch.

So sieht die Kurzarbeit 2021 aus

Für das neue Jahr gelten zwei Perioden. Die erste reicht vom 1. Januar bis zum 31. März 2021. In dieser Zeit gilt: Industriebetriebe können weiterhin von der Kurzarbeit profitieren, dürfen aber keine Kündigung aus „ökonomischen Gründen“ aussprechen. 

Betriebe in den von der Gesundheitskrise stark betroffenen Branchen (Tourismus, Veranstaltungsbranche, Hotel- und Gastronomiegewerbe) können ebenfalls weiterhin Kurzarbeit beantragen. Hier gibt es eine Änderung: Anstelle der Anzahl der betroffenen Arbeitnehmer ist die Anzahl der Arbeitsstunden unbegrenzt. Das sei eine Forderung sowohl der Arbeitgeber als auch der Gewerkschaften gewesen, so Kersch. Maximal 25 Prozent der Angestellten dürfen aufgrund „wirtschaftlicher Gründe“ entlassen werden


(v.l.n.r.) Wirtschaftsminister Franz Fayot (LSAP), Kulturministerin Sam Tanson (déi Gréng) und Minister für Mittelstand Lex Delles (DP).
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Die dritte Gruppe sind „andere Betriebe“. Auch sie können für 15 Prozent ihrer Mitarbeiter Kurzarbeit beantragen. Hier zählt ebenfalls die Arbeitszeit und nicht die Anzahl der Mitarbeiter. Auch für sie gilt: „Wer von der Kurzarbeit profitieren will, darf niemanden entlassen“, so Kersch. 

Eine vierte Gruppe sind Betriebe, die unter keine der genannten Gruppen fallen. Wollen sie Kurzarbeit beantragen, müssen sie einen «plan de maintien de l'emploi» vorlegen beziehungsweise einen «plan de redressement», wenn sie weniger als 15 Mitarbeiter haben. 

Diese Grundlage gilt für die ersten drei Monate des Jahres. Die zweite Periode beginnt ab dem 1. April und endet am 30. Juni 2021. Voraussichtlich sollen die gleichen Regeln gelten. „Sollte sich die Situation aber verschlechtern, diskutieren wir neu“, schränkt Kersch ein. „Darum wollen wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht absolut festlegen, aber eine klare Linie aufzeigen, damit Betriebe sich darauf einstellen können.“

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