Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Kryptowährung: CSSF warnt vor Onecoin Luxembourg
Wirtschaft 25.08.2017

Kryptowährung: CSSF warnt vor Onecoin Luxembourg

Der Luxemburger Pierre Arens ist seit Mai CEO des Unternehmens.

Kryptowährung: CSSF warnt vor Onecoin Luxembourg

Der Luxemburger Pierre Arens ist seit Mai CEO des Unternehmens.
Foto: Screenshot Youtube / OneCoin Eagle
Wirtschaft 25.08.2017

Kryptowährung: CSSF warnt vor Onecoin Luxembourg

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Onecoin Luxembourg gibt sich auf Facebook als Finanzdienstleister aus. Doch dem Unternehmen fehlt jegliche offizielle Anerkennung, teilt die Finanzaufsicht mit. In Italien erteilte eine Behörde eine Strafe in Millionenhöhe.

(las) - Der Kryptowährungsanbieter Onecoin ist in Luxemburg kein offiziell anerkannter Finanzdienstleister. Die Finanzaufsicht CSSF warnte am Mittwoch, dass das Unternehmen nicht zu den von ihr überwachten Dienstleistern zähle. Auf Facebook betreibt das Unternehmen unter anderem eine Seite mit dem Namen „Onecoin Luxembourg“. Der Luxemburger Pierre Arens ist seit Mai CEO des Unternehmens.

Die Facebook-Seite sei kein offizieller Auftritt von Onecoin, betonte das Unternehmen auf Nachfrage. Ein Teilnehmer der Partnerfirma Onelife Network betreibe die Seite. In der Stellungnahme beschwert das Unternehmen sich, dass die CSSF es nicht kontaktiert habe, bevor die Behörde herausgab.

Millionenstrafe in Italien

Inzwischen ist Onecoin Ltd. Gegenstand von Ermittlungen in mehreren Ländern. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM verhängte am 10. August eine Geldstrafe von 2,5 Millionen Euro gegen zu Onecoin gehörende Firmen. Der Vorwurf: Der Verkauf von Onecoins „Virtual Coin“ und sogenannten Ausbildungspaketen entspreche einem illegalen Schneeballsystem. Die Rekrutierung weiterer Kunden sei der einzige Zweck des Vertriebs.

Kunden seien fälschlicherweise hohe Gewinne vorgegaukelt worden, so die italienische Behörde: Der Erwerb eines Ausbildungspakets zum Preis von 27 530 Euro werde innerhalb von zwei Jahren zu einem Gewinn von über drei Millionen Euro führen, lautete das falsche Versprechen. Das Unternehmen stritt die Vorwürfe in einer Pressemitteilung ab. Onecoin beschäftigte sich lediglich mit technischen Aspekten der Kryptowährung Onecoin und sei nicht in Schneeballsysteme involviert.

Bereits im April verbot die deutsche Finanzaufsicht, Onecoin in Deutschland aktiv zu sein. In Österreich läuft ein Verfahren wegen Verdacht auf Betrug.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Onecoin: Unter Beobachtung
Onecoin bietet eine Kryptowährung an und verspricht Anlegern viel Geld. In mehreren Ländern wird offiziell gegen Onecoin ermittelt. Vor wenigen Tagen wurde der Luxemburger Pierre Arens als neuer CEO des Unternehmens vorgestellt.
Laut Luxemburger CEO Pierre Arens ist „viel der negativen Propaganda gegen das Unternehmen und seine Repräsentanten nicht zutreffend.“
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.