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Schwere Zeiten für Geldfälscher
Wirtschaft 23.07.2021
Kriminalität

Schwere Zeiten für Geldfälscher

Die Fälscher haben den Schriftzug "Movie Money" auf diesem Spielgeld mit Tipp-Ex überdeckt und die Unterschrift des ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi aufgebracht, um den Schein echter wirken zu lassen.
Kriminalität

Schwere Zeiten für Geldfälscher

Die Fälscher haben den Schriftzug "Movie Money" auf diesem Spielgeld mit Tipp-Ex überdeckt und die Unterschrift des ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi aufgebracht, um den Schein echter wirken zu lassen.
Foto: Bundesbank/dpa
Wirtschaft 23.07.2021
Kriminalität

Schwere Zeiten für Geldfälscher

Weil Feste ausfielen und Gaststätten zeitweise geschlossen waren, hatten die Kriminellen weniger Gelegenheit, Blüten unters Volks zu bringen.

(dpa) - Die Corona-Einschränkungen in Handel und Gastronomie haben die Falschgeldzahlen im ersten Halbjahr 2021 weiter gedrückt. In Europa sank die Anzahl der sichergestellten Blüten, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Auch die Schadenssumme wurde kleiner.

Europaweit registrierten die Euro-Notenbanken im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 167.000 gefälschte Euro-Banknoten im Gesamtwert von acht Millionen Euro. Damit setzte sich der seit der zweiten Jahreshälfte 2019 zu beobachtende rückläufige Trend fort. 

Im ersten Halbjahr 2020 waren es nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) 240.000 Falschnoten, in der zweiten Jahreshälfte 2020 dann 220.000 Stück. Der Schaden durch Falschgeld für ganz Europa summierte sich 2020 auf 21,5 Millionen Euro.


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Im vergangenen Jahr wurden im gemeinsamen Währungsraum fast 102 Milliarden Zahlungen (Vorjahr: 98 Mrd.) bargeldlos abgewickelt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte.

 Der Gesamtwert der Transaktionen stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf gut 167 Billionen Euro. Fast die Hälfte (47 Prozent) der bargeldlosen Transaktionen waren Kartenzahlungen.

Weniger hochwertige Fälschungen

Kriminelle setzen seit einiger Zeit vermehrt auf eher plump nachgemachte Geldscheine, die im Internet unter den Begriffen „Movie Money“ oder „Prop copy“ als Spielgeld oder Filmrequisite angeboten werden. Diese trieben die Zahl der Blüten vor allem beim 10-Euro-Schein und beim 20-Euro-Schein nach oben. 

Die Notenbanken im Euroraum haben seit 2013 eine zweite Serie von Euro-Scheinen mit neuen Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht. Vor allem das durchsichtige Porträtfenster und die Smaragdzahl, die beim Kippen des Scheins die Farbe ändert, sollen Fälschern die Arbeit erschweren. Bei den neuen 100- und 200-Euro-Scheinen gibt es zudem ein „Satelliten-Hologramm“, in dem sich kleine Euro-Symbole bewegen. 

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