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KPMG steigert Umsatz nur um ein Prozent
Wirtschaft 2 Min. 20.01.2021

KPMG steigert Umsatz nur um ein Prozent

Beim Ergebnis machte KPMG vor allem im Audit-Bereich deutliche Fortschritte.

KPMG steigert Umsatz nur um ein Prozent

Beim Ergebnis machte KPMG vor allem im Audit-Bereich deutliche Fortschritte.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 2 Min. 20.01.2021

KPMG steigert Umsatz nur um ein Prozent

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft hat mit der Corona-Krise und der schwachen Konjunktur zu kämpfen.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG hat mit der Corona-Krise und der schwachen Konjunktur zu kämpfen. Der Umsatz des Konzerns legte in dem Ende Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 lediglich um ein Prozent auf 235 Millionen Euro zu. 

Beim Ergebnis machte KPMG vor allem in der Audit-Branche deutliche Fortschritte: Der Umsatz sprang um neun Prozent auf 112 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Tax-Abteilung musste allerdings ein Minus von fünf Prozent verkraften und auch die traditionelle Consulting-Sparte schrumpfte um vier Prozent.  


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David Capocci wird Philippe Meyer als Geschäftsführender Partner bei KPMG Luxemburg ablösen.

Der größte Lichtblick für die Gesellschaft war das Geschäft mit den Alternative Investments - der Umsatz stieg hier um 47 Prozent. Auch der Bereich Asset Management konnte sich im vergangenen Jahr um 18 Prozent verbessern.

Wie Managing Partner David Capocci am Mittwoch erklärte, „waren sechs von 12 Monaten dem Kampf gegen die globale Pandemie gewidmet“. „Von Anfang an haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns auf das zu konzentrieren, was am wichtigsten ist: die Menschen und unsere Kunden. Jede Maßnahme, die wir ergriffen haben, war auf ihr Wohlergehen und ihren Erfolg ausgerichtet.“ 

Für das Unternehmen sei Corona eine schwierige Zeit, „aber sie bietet auch die Möglichkeit an, nachzudenken und zu lernen“. Dabei lassen sich bereits wertvolle Erkenntnisse aus dem Jahr 2020 ziehen: „Agilität ist das, was für Unternehmen in dieser neuen Realität am meisten zählt, und nur wirklich starke Belegschaften können diese Leistung erbringen. Diese Erfahrung wird der Schlüssel zu unserer künftigen Strategie sein, wenn wir unsere Mitarbeiter auffordern werden, ihren inneren Unternehmergeist freizusetzen“, so David Capocci.

Innovation als Schlüssel zum Erfolg

Auch Ravi Beegun, Chief Innovation Officer, will künftig dafür sorgen, dass „Innovation in unserer Organisation fest verdrahtet ist“. Das könne man aber nicht von heute auf morgen ausführen. Es geht ihm zufolge darum, „eine neue Arbeitsweise mit Mechanismen und Prozessen, Schulungen und Wissensaustausch sowie Zugang zu den richtigen Allianzpartnern zu entwickeln, die uns bei der Technologie helfen“. Und: „Nur wenn diese Grundlagen vorhanden sind, können wir gemeinsam mit unseren Kunden kreativ werden.“ 

Die bisherigen Pilotprojekte seien vielversprechend und würden zeigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg sei. „Wir haben uns zunächst dafür entschieden, diesen Ansatz auf Branchenthemen wie Nachhaltigkeit anzuwenden“, sagt Ravi Beegun. So hat das Unternehmen gemeinsam mit dem „University of Cambridge Institute for Sustainability Leadership“ ein Tool auf den Markt gebracht - den Sustainable Investment Framework Navigator (SIFN) - das Vermögensverwaltern die Möglichkeit gibt, die Nachhaltigkeitsauswirkungen ihrer Investmentfonds zu messen. „Anhand dieses Beispiels kann man sehen, wie innovative Methoden, Daten und Technologien zusammenwirken und eine effiziente Auswirkung haben,  nicht nur auf Einzelpersonen oder Unternehmen, sondern auf ganze Branchen und sogar auf die Gesellschaft.“


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Stanislas Chambourdon, Head of Sales and Markets, hat das Wachstum in der  Vermögensverwaltung und den alternativen Anlagen hervorgehoben - der Umsatz stieg hier in den vergangenen drei Jahren um 31 Prozent. „Wir stellen eine starke Nachfrage nach Dienstleistungen fest, die diesen Branchen dabei helfen, ihre Abläufe zu rationalisieren und sich dem ständigen Wandel anzupassen.“ Die Auslagerung von Randaktivitäten oder Nebendienstleistungen, wie etwa regulierte Buchhaltungs- und Risikodienstleistungen für Vermögensverwalter, stehe bei den Kunden ganz oben auf der Agenda, „da sie nach Möglichkeiten suchen, ihr Geschäftsmodell agiler zu gestalten“. 

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