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Konsumentenschutz warnt vor Preissteigerungen
Wirtschaft 27.05.2020

Konsumentenschutz warnt vor Preissteigerungen

Verbraucher berichten zunehmend über teils "drastische Preissteigerungen" im Einzelhandel und bei Dienstleistungen.

Konsumentenschutz warnt vor Preissteigerungen

Verbraucher berichten zunehmend über teils "drastische Preissteigerungen" im Einzelhandel und bei Dienstleistungen.
Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 27.05.2020

Konsumentenschutz warnt vor Preissteigerungen

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Der Einzelhandel und Dienstleitungssektor solle eventuelle Preissteigerungen "maßvoll gestalten" und nach Möglichkeit ganz weglassen, so der Konsumentenschutz.

(SC) - Wie der luxemburgische Konsumentenschutz (ULC) am Mittwochmorgen mitteilte, beklagen sich Verbraucher zunehmend über teils "drastische Preissteigerungen" im Einzelhandel und bei Dienstleistungen.

Zwar seien vielen Unternehmen während der sanitären Krise die Einnahmen weggebrochen und die Sicherheitsmaßnahmen zur Wiedereröffnung würden mit zusätzlichen Kosten einhergehen, allerdings rechtfertige das keinen Preiswucher.

Die ULC rief den Einzelhandel und Dienstleister daher dazu auf, Preissteigerungen "maßvoll" zu gestalten und nach Möglichkeit komplett darauf zu verzichten. Dies gelte vor allem bei Lebensmitteln und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs. Auch, weil die Kaufkraft vieler Verbraucher, beispielsweise durch Kurzarbeit und den damit einhergehenden niedrigeren Löhnen, in der Krise nachgelassen habe.

"Unnötige beziehungsweise nicht gerechtfertigte Preissteigerungen müssen den Verbrauchern erspart bleiben, denn es kann nicht sein, dass die ganzen Kosten der Corona-Krise wieder einmal alleine auf dem Buckel der Endverbraucher beglichen werden", so die ULC. Sonst drohe die sanitäre Krise zu einer sozialen Krise zu führen, in der immer mehr Menschen in die Armut abgedrängt werden.


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Preissteigerungen seien auf lange Sicht auch nicht im Interesse der Geschäfte, die dadurch riskieren, dass ihre einstigen Kunden zu günstigeren Anbietern abwandern. Über den Weg der Steuern solle die Kaufkraft in Luxemburg gestärkt werden, schlägt die ULC vor. Dies könne zum Beispiel durch eine automatische Anpassung der Steuertabelle an die Inflationsrate, oder sogar eine gänzliche Steuerbefreiung für Mindestlohnempfänger, passieren.

Der Konsumentenschutz warnte in diesem Zusammenhang auch vor unzulässigen Preiserhöhungen im Bausektor: Die vor der Krise abgeschlossenen Verträge seien auch so auszuführen. Hauseigentümer könnten nicht dazu gezwungen werden, mit einer Vertragsänderung zusätzliche Kosten zu übernehmen.

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