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Konsequenzen der Abgastests
Wirtschaft 31.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Autohersteller müssen handeln

Konsequenzen der Abgastests

Wegen der umstrittenen Affenstudie wurden bei den Autofirmen bereits einige Mitarbeiter freigestellt.
Autohersteller müssen handeln

Konsequenzen der Abgastests

Wegen der umstrittenen Affenstudie wurden bei den Autofirmen bereits einige Mitarbeiter freigestellt.
Foto: LW-Archiv
Wirtschaft 31.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Autohersteller müssen handeln

Konsequenzen der Abgastests

Abgastests mit Menschen und Affen haben für Empörung gesorgt. Jetzt haben die beteiligten Autohersteller Konsequenzen aus dem Skandal zugesichert.

(dpa) - Angesichts der Empörung über Diesel-Abgastests mit Affen haben die beteiligten deutschen Autohersteller der Bundesregierung Konsequenzen zugesichert.

Vertreter von VW, Daimler und BMW hätten eigene Studien mit Forschungen an Lebewesen zukünftig ausgeschlossen, teilte das deutsche Verkehrsministerium am Mittwoch nach einer Sondersitzung seiner Untersuchungskommission zum Abgasskandal mit. Die Unternehmen wollten sich direkt oder indirekt nur noch an Studien beteiligen, bei denen die Einhaltung geltenden deutschen Rechts und deutscher Ethikgrundsätze gewährleistet sei.

Die Hersteller wollten zudem prüfen, ob es noch andere Vereine wie die EUGT („Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“) gibt. Diese von VW, Daimler und BMW finanzierte Lobby-Initiative hatte die umstrittenen Tests in Auftrag gegeben. Sie förderte auch eine Studie der Universität Aachen zur Stickstoffdioxid-Belastung am Arbeitsplatz - Probanden waren 25 Menschen.

Die Konzernvertreter hätten sich „in aller Form entschuldigt“ und vom Vorgehen der EUGT distanziert, erklärte das Ministerium weiter. Sie hätten darauf verwiesen, dass die Vorgänge derzeit intern aufgeklärt würden, und „weitere personelle Konsequenzen“ nicht ausgeschlossen.

Die Bundesregierung hatte die Tests scharf verurteilt und Aufklärung verlangt. Der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) lud die Konzernvertreter daher in die Untersuchungskommission ein. Das Ministerium erklärte, erst über Medienberichte Kenntnisse über die Studien des Vereins EUGT erlangt zu haben.

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