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Konkursentwicklung in Luxemburg: Leichter Anstieg der Firmenpleiten 
Wirtschaft 2 Min. 06.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Konkursentwicklung in Luxemburg: Leichter Anstieg der Firmenpleiten 

Die Konkurse in der Baubranche legten im ersten Halbjahr markant zu. (Foto: Tania Feller)

Konkursentwicklung in Luxemburg: Leichter Anstieg der Firmenpleiten 

Die Konkurse in der Baubranche legten im ersten Halbjahr markant zu. (Foto: Tania Feller)
Tania Feller
Wirtschaft 2 Min. 06.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Konkursentwicklung in Luxemburg: Leichter Anstieg der Firmenpleiten 

Creditreform Luxemburg hat die Konkursentwicklung im 1. Halbjahr 2015 für Luxemburg untersucht. Mit 410 Firmenpleiten steigt die Anzahl der Konkurse im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2014 nur leicht. Es wurde ein moderater Anstieg von 3,02 Prozent verzeichnet.

(C.) Creditreform Luxemburg hat die Konkursentwicklung im 1. Halbjahr 2015 für Luxemburg untersucht. Mit 410 Firmenpleiten steigt die Anzahl der Konkurse im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2014 nur leicht. Es wurde ein moderater Anstieg von 3,02 Prozent verzeichnet.

Am stärksten betroffen ist, wie im Vorjahr, die Dienstleistungsbranche, die 53,41 Prozent des gesamten Konkursgeschehens ausmacht. 219 Konkurse im Dienstleistungssektor bedeuten gegenüber 2014 mit 220 Pleiten fast einen Gleichstand. Der Konkurs des Gebäudereinigers „Tesal S.àr.l.“ aus Luxemburg stach besonders hervor. Der Dienstleister war mit ca. 60 Mitarbeitern vor der „Pragma Consult SA“ aus Bartringen (Informatik, ca. 43 Mitarbeiter) trauriger Spitzenreiter.

Konkurse in der Baubranche nehmen zu

Die Konkurse in der Baubranche legten hingegen markant zu. Insgesamt waren im Bausektor 55 Firmenpleiten zu vermelden, gegenüber 33 im Vorjahr, dies ist ein Anstieg von 66,67 Prozent. Im direkten Vergleich wurde damit die Konkursanzahl von 2013 wieder erreicht. Als Spitzenreiter verloren ca. 92 Mitarbeiter bei der „OR TP SA“, aus Esch/Alzette ihren Arbeitsplatz, gefolgt von der „Heirens S.àr.l.“ aus Gilsdorf, bei der 47 Mitarbeiter entlassen wurden.

Erneut sind die wenigsten von einem Konkurs betroffenen Unternehmen dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen. Lediglich 0,98 Prozent (Vorjahr 2014 1,51 %) am Gesamtkonkursgeschehen entfallen auf diesen Sektor.

Die Anzahl der in Konkurs gegangenen Unternehmen mit einem Alter von über fünf Jahren ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der prozentuale Anteil erhöhte sich von 59,30 auf 69,27 Prozent. Dagegen ist der Konkursanteil von Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, von 40,70 Prozent 2014 auf 30,73 % in diesem Jahr gefallen. Die seit Jahren anhaltende Sonderentwicklung in Luxemburg, dass überwiegend ältere Firmen in Konkurs gehen, ist im Gegensatz zum Vorjahr, wieder präsent. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Trend sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzt.

Wirft man einen Blick auf das Konkursgeschehen nach den zuständigen Gerichtsbezirken, so ist in Luxemburg mit 356 Konkursen (Vorjahr 325) eine merkliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Steigerung ist jedoch nicht beunruhigend, da hierunter einige nicht mehr aktive Firmen fallen. Beim Bezirksgericht Diekirch sind dagegen die Verfahren, um gut 26,03 Prozent gefallen (54 in 2015 gegenüber 73 in 2014). Allerdings verloren beim Holzhändler „Bois Schmitz S.àr.l.“ aus Ulflingen 18 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Die Tendenz des Jahres 2014, als im Bezirk Diekirch ausschließlich kleinere Firmen in Konkurs gingen, scheint sich nicht fortzusetzen.


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