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Zahl der Pleiten steigt rasant
Wirtschaft 06.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Konjunktur

Zahl der Pleiten steigt rasant

Für Schlagzeilen sorgte im vergangenen April die Pleite von „Meng Drogerie“, ehemals Schlecker.
Konjunktur

Zahl der Pleiten steigt rasant

Für Schlagzeilen sorgte im vergangenen April die Pleite von „Meng Drogerie“, ehemals Schlecker.
(Foto: Claude Piscitelli)
Wirtschaft 06.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Konjunktur

Zahl der Pleiten steigt rasant

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Die Zahl der Firmen-Pleiten ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres massiv gestiegen. Insgesamt wurden 533 Betriebe für zahlungsunfähig befunden.

(ndp) - In den ersten sechs Monaten dieses Jahres mussten 533 Firmen in Luxemburg Konkurs anmelden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 30 Prozent. Luxemburg "liegt damit im Bereich des traurigen Rekords der Halbjahreszahlen von 2012/13", erklärt Herbert Eberhard, „administrateur délégué“ von Creditreform Luxemburg.

Der Anteil von Unternehmen, die älter als fünf Jahre sind, ist von 69 Prozent auf 66 Prozent leicht rückläufig. Bei jüngeren Betrieben sind die Konkurse von 31 auf 34 Prozent nur geringfügig gestiegen. "Trotz der leichten Steigerung wirken sich hier die zahlreichen Gründungsinitiativen des Luxemburger Staates als Stabilitätsfaktor für die Start-Up's aus", schreibt Creditreform Luxemburg.

Für Schlagzeilen sorgte im vergangenen Halbjahr die Pleite von „Meng Drogerie“, ehemals Schlecker, mit 78 betroffenen Arbeitsplätzen. Die 1997 gegründete Firma für Vertriebsgüter "Alpha Trade" in Bettemburg gehört mit 57 Jobs ebenfalls zu den größeren Insolvenzen.

Creditreform stellt fest, dass fast überall in Europa die Konkurse zurückgehen.  Frankreich verzeichnet zwar ein leichtes Plus von 0,9 Prozent, in Belgien gingen die Konkurse jedoch um 9,1 Prozent zurück. Deutschland verzeichnet ein Minus von 6,8 Prozent, der Bezirk Trier einen Rückgang um ca. 7,9 Prozent.


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