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Kollektivvertrag im Bankgewerbe: Kein Durchbruch, aber Bewegung
Wirtschaft 01.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Kollektivvertrag im Bankgewerbe: Kein Durchbruch, aber Bewegung

Kollektivvertrag im Bankgewerbe: Kein Durchbruch, aber Bewegung

Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 01.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Kollektivvertrag im Bankgewerbe: Kein Durchbruch, aber Bewegung

Das zähe Ringen in den Tarifverhandlungen ist noch nicht vorbei. Nun hat die Bankenvereinigung ABBL ein verbessertes Angebot vorgelegt.

(ndp) - Der große Knall blieb aus, aber eine komplette Einigung wurde auch nicht erreicht. Arbeitgeber und Gewerkschaften kamen am Donnerstagmorgen zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammen. Dabei konnten erste "Bewegungen" festgestellt werden.

In einer Mitteilung verweisen die Gewerkschaften darauf, dass die Bankenvereinigung ABBL, in mehreren Punkten, ein verbessertes Angebot vorgelegt hat und sich verpflichtet hat, in den nächsten Tagen den Gewerkschaften weitere Details zu den Vorschlägen zu liefern.

Um ein "ruhiges Verhandlungsklima" zu gewährleisten, haben die Gewerkschaften Aleba, OGBL-SBA und LCGB-SESF beschlossen, die für heute 14 Uhr angekündigte Pressekonferenz abzusagen. Auch wurde festgehalten, dass die Gewerkschaften keine weiteren Kommentare zu den Verhandlungen abgeben. Die nächste Tarifrunde ist für den 16. März vereinbart.

Worüber sie streiten ...

Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von zwei Prozent im ersten Jahr, 1,5 Prozent in den folgenden zwei Jahren. Der neue Tarifvertrag im Bankensektor soll für drei Jahre gültig sein. „Zudem fordern wir einen gewissenen Automatismus, der die Drei-Jahre-Garantie, die Berücksichtigung des Dienstalters und die Juniprämie gewährleistet“, sagt Aleba-Generalsekretär Laurent Mertz.

Die ABBL dagegen lehnte bisher jede Form automatischer Gehaltsentwicklung ab. Die Linie war klar: keine lineare Erhöhung durch eine Drei-Jahre-Garantie, die Juniprämie und die Zugehörigkeitsprämie sollten abgeschafft werden. All dies sollte durch eine einzige „Treueprämie“ ersetzt werden, die wesentlich niedriger ausfallen sollte. Außerdem sollte für die Hälfte der neuen Funktionsgruppen der Gehaltsausgangswert heruntergesetzt werde. Zum Inhalt des "neuen Angebots" wurde zunächst Stillschweigen vereinbart.



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