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Kein Treibstoff mehr am Findel
Wirtschaft 1 16.07.2021
Überschwemmungsschäden

Kein Treibstoff mehr am Findel

Am heutigen Freitag geht am Findel das Kerosin aus - wie lange es dauert, bis der Schaden an der Pipeline repariert ist, war zuletzt ungewiss.
Überschwemmungsschäden

Kein Treibstoff mehr am Findel

Am heutigen Freitag geht am Findel das Kerosin aus - wie lange es dauert, bis der Schaden an der Pipeline repariert ist, war zuletzt ungewiss.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 1 16.07.2021
Überschwemmungsschäden

Kein Treibstoff mehr am Findel

Die Versorgung des Luxemburger Flughafens mit Kerosin ist unterbrochen - das Unwetter hat das Pipelinesystem beschädigt.

Anm. d. Red. Dieser Artikel ist nicht mehr aktuell. Die neuesten Entwicklungen zur Treibstoffversorgung auf dem Flughafen Findel lesen Sie hier.

(MeM) - Am Donnerstag wurde im Bereich Echternacherbrück, vermutlich auf deutscher Seite, eine Störung des Central European Pipeline System (CEPS) festgestellt. Das teilt das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten mit. Es ist möglich, dass ein Ventil in dieser Rohrleitung aufgrund von Überschwemmungen in diesem Gebiet beschädigt wurde.

Das CEPS ist mit über 5.000 km Pipelines das größte Pipeline-Netzwerk der NATO. Da Luxemburg Mitglied ist, versorgt dieses Netzwerk den Findel mit Treibstoff für alle dort startenden und landenden Flugzeuge.


Pipeline im Vorgarten: Die Kerosinleitung durchquert das Land von Echternach bis zum Flughafen Findel.
Die Röhre aus dem Kalten Krieg
Eine NATO-Pipeline sorgt für den gesamten Kerosin-Nachschub am nationalen Flughafen. Der Verlauf der Leitung ist dabei nicht immer unproblematisch.

„Die Analyse des Vorfalls durch die Experten und Techniker vor Ort erweist sich nach den massiven Überschwemmungen im Bereich Echternach derzeit als sehr kompliziert“, heißt es von Seiten des Ministeriums.

Die Fluggesellschaften seien von den luxemburgischen Behörden bereits darüber informiert worden, dass das Problem mit der Treibstoffversorgung noch einige Tage andauern werde. "Sie sind aufgefordert, sich entweder mit ausreichend Kerosin für einen Rundflug einzudecken oder eine Landung/Start auf einem anderen Flughafen in der Region zu planen”, so das Mobilitätsministerium.

Die am Flughafen Luxemburg gelagerten Reserven gehen am heutigen Freitag zu Ende. Bei weiterem Bedarf werden die Fluggesellschaften gebeten, den Straßentransport für die Treibstoffanlieferung zu nutzen.

Die für Freitag geplanten Flüge werden aber alle stattfinden, bestätigt Flughafenchef René Steinhaus auf Nachfrage.


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