Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Junge Frau zieht mit Import-Bier Geschäft auf: US-Bierliebhaberin mit Schwäche für Bofferding
Auch Amerikaner können das Bier aus Niederkerschen bestellen.

Junge Frau zieht mit Import-Bier Geschäft auf: US-Bierliebhaberin mit Schwäche für Bofferding

Firmenbild
Auch Amerikaner können das Bier aus Niederkerschen bestellen.
Wirtschaft 05.03.2016

Junge Frau zieht mit Import-Bier Geschäft auf: US-Bierliebhaberin mit Schwäche für Bofferding

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Bier aus dem Hause Bofferding hat den Sprung über den großen Teich geschafft. Eine junge Amerikanerin verkauft das Luxemburger Bier im Mittleren Westen der USA. Was als Hobby begann, ist jetzt zum Geschäft geworden.

(vb) – Bier aus dem Hause Bofferding hat den Sprung über den großen Teich geschafft. Eine junge Amerikanerin verkauft das Luxemburger Bier im Mittleren Westen der USA. Was als Hobby begann, ist jetzt zum Geschäft geworden.

Kate Ansay ist eine junge, bierbegeisterte Amerikanerin aus Winsconsin, berichtet die Zeitung „Journal Sentinel“ aus Milwaukee. In diesem Bundesstaat leben tausende Familien mit Luxemburger Wurzeln. Höhepunkt dieser kleinen, aber verschworenen Gemeinschaft ist das Luxemburger Fest, das einmal im Jahr in Belgium, Wisconsin stattfindet.

Dort hat auch Kate Ansay zum ersten Mal mit Luxemburger Bier angestoßen. Eigentlich war es eine originelle Idee der Bofferding-Brauerei, ein paar Kästen Bier zu dem Volksfest zu schicken. Kate Ansay knüpfte Kontakt mit Georges Lentz, Administrateur délégué der Brauerei. Alles begann, als Lentz im Sommer in Milwaukee, rund 200 Kilometer nördlich von Chicago, zu Besuch war.

Die junge Amerikanerin begann, kleinere Mengen des Luxemburger Bieres nach Amerika zu importieren und an Cafés und Kneipen zu liefern. „Wir mussten am Anfang sehr viel lernen“, sagt die junge Bierliebhaberin der Zeitung. Auch im wirtschaftsfreundlichen Amerika sind viele behördliche Genehmigungen notwendig, wenn ein kleiner Gewerbetreibender Bier transportieren und verkaufen will.

Nachfrage ist kein Problem

Nach einigen Rückschlägen zu Beginn läuft der Laden jetzt so gut, dass Kate Ansay in ihrer eigenen kleinen Firma sogar mehrere Mitarbeiter eingestellt hat. Sie verkaufen Bofferding-Bier nun sogar an regionale Großhändler. In ihrer Planung geht Kate sogar noch weiter: In Zukunft möchte sie weitere luxemburgische Getränke importieren und steht bereits in Verhandlungen mit Vinsmoselle.

Die Nachfrage ist kein Problem: Nach Aussagen der Luxemburgisch-Amerikanischen Vereinigung leben in den USA mehr luxemburgische Amerikaner als Luxemburger in Luxemburg.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Luxemburger werden beim Bier wählerischer
Auch wenn die Produktionsmenge der heimischen Braumeister nicht mehr das Niveau früherer Tage erreicht, so haben die Luxemburger dem Bier keineswegs abgeschworen. Die Trinkgewohnheiten haben sich jedoch geändert, und das Angebot ist breiter geworden.
Internationaler Tag des Bieres: Flüssiges Gold
Jedes Jahr am ersten Freitag im August wird das beliebteste alkoholische Getränk der Welt gefeiert. Braumeister Guy Majerus und Biersommelier Sebastian Symolka 
erklären, worauf es beim Bier 
ankommt.
Die Qualität der Zutaten ist beim Bierbrauen ausschlaggebend.
Revolution der Trinkkultur: In der Ruhe liegt das „Craft“
England, Belgien, Deutschland, Dänemark... Die Craft Beer-Welle schwappt durch Europa. Nur an Luxemburg ist der Hype um die abwechslungsreichen Biere aus der Hand kreativer Jungbrauer bislang vorbeigerauscht. Doch Biersommelier Sebastian Symolka will das ändern.
Wohl bekommt's! In Sebastian Symolkas Biershop „Humulus et Fermentum“ findet man eine abwechslungsreiche Auswahl an 64 Craft-Bieren.