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IWF optimistischer für Weltwirtschaft
Wirtschaft 10.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Trotz politischer Risiken

IWF optimistischer für Weltwirtschaft

Der IWF geht von 3,6 Prozent Wachstum für dieses Jahr aus.
Trotz politischer Risiken

IWF optimistischer für Weltwirtschaft

Der IWF geht von 3,6 Prozent Wachstum für dieses Jahr aus.
AFP
Wirtschaft 10.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Trotz politischer Risiken

IWF optimistischer für Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds sieht die Chance einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft. Doch zwischen den Zeilen taucht US-Präsident Donald Trump als Unsicherheitsfaktor auf.

(dpa) - Der Internationale Währungsfonds setzt auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft und hat seine Wachstumsprognose leicht angehoben. Die weltweite Wirtschaftsleistung werde in diesem Jahr um 3,6 Prozent und im nächsten Jahr um 3,7 Prozent nach oben gehen, kündigte IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld bei der Vorstellung des Weltwirtschaftsberichts am Dienstag in Washington an. Dies bedeutet eine Anhebung um jeweils 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zu den Prognosen im April und im Juli. 2016 war die Weltwirtschaft um 3,1 Prozent gewachsen.

Die Eurozone, Japan, China, die aufstrebenden Länder Osteuropas und Russland treiben den Trend nach oben. Dagegen sieht der IWF für die USA, Großbritannien und Indien schwierigere Zeiten heraufziehen. Im Brexit-erschütterten Großbritannien habe der Wirtschaftsmotor in der ersten Hälfte 2017 mehr als erwartet gestottert. Mit Blick auf die von Donald Trump regierten USA sprach Obstfeld von „signifikanten politischen Unsicherheiten“. Die Wachstumsprognose für die größte Volkswirtschaft der Welt fiel mit 2,3 Prozent für 2018 bescheiden aus.

Eurozone muss sich weiter anstrengen

Deutschland wird der Prognose zufolge im nächsten Jahr um 1,8 Prozent wachsen, 0,2 Punkte mehr als noch im Juli vorhergesagt. Deutlich zurückgenommen wurde die Prognose für Indien, auch wenn dem Land mit 7,4 Prozent im nächsten Jahr noch immer der größte Schub der großen Volkswirtschaften zugetraut wird.

Auch die Eurozone dürfe nicht nachlassen, die weiter bestehenden Risiken im Bankensektor zu bekämpfen, sagte Obstfeld. In vielen entwickelten Ländern sei besonders die niedrige Inflation ein Problem - sie erlaube es den Zentralbanken nicht, die Zinsen anzuheben. Somit bleibe wenig Spielraum zum Reagieren, sollte es zu einem Abschwung kommen. „Die wirtschaftliche Erholung ist unvollkommen“, sagte Obstfeld. Vor allem lasse ein nachhaltiges Wachstum bei den Löhnen und Gehältern in vielen Ländern auf sich warten.


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