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Irans Milliarden bleiben in Luxemburg
Wirtschaft 13.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Irans Milliarden bleiben in Luxemburg

Irans Präsident Hassan Rohani.

Irans Milliarden bleiben in Luxemburg

Irans Präsident Hassan Rohani.
Foto: AFP
Wirtschaft 13.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Irans Milliarden bleiben in Luxemburg

Mara BILO
Mara BILO
Die beim Luxemburger Abwicklungsdienstleister Clearstream eingefrorenen Gelder der iranischen Zentralbank bleiben erst mal in Luxemburg.

Die auf Initiative der USA beim Luxemburger Abwicklungsdienstleister Clearstream eingefrorenen Gelder der iranischen Zentralbank bleiben erst mal in Luxemburg, so eine veröffentlichte offizielle Mitteilung.

Am Sonntag hatte Irans Präsident Hassan Rohani angekündigt, sein Land habe die Freigabe von insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar erreicht.


Im Rechtsstreit geht es um drei Milliarden Dollar.
Iranische Milliarden bleiben blockiert
Die Attentate des 11. Septembers, das Iranische Atomabkommen und zwischendrin Luxemburger Richter. Sie haben nun in einem Eilverfahren über die Blockierung von mindestens 1,6 Milliarden Dollar auf Konten der Clearstream entschieden.

Hintergrund sind Schadensersatzforderungen gegen den Iran von Angehörigen derer, die dem Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 zum Opfer gefallen sind; deshalb hatten sie vor vier Jahren Konten der iranischen Zentralbank bei Clearstream pfänden lassen.

Luxemburger Richter erklärten am 1. April die Pfändung für unzulässig, aber: „Dieses Urteil ist nicht endgültig und kann angefochten werden“.

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(Foto: Gerry Huberty)