Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Iran-Geschäfte: 1,7 Milliarden Dollar in Luxemburg?
Wirtschaft 11.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Neuer Ärger für Clearstream

Iran-Geschäfte: 1,7 Milliarden Dollar in Luxemburg?

Bereits im Herbst 2013 stimmte Clearstream zu, 1,8 Milliarden Dollar der iranischen Zentralbank  freizugeben, die auf einem Clearstream-Depotkonto bei der Citigroup in den USA lagen.

(Foto: Gerry Huberty)
Neuer Ärger für Clearstream

Iran-Geschäfte: 1,7 Milliarden Dollar in Luxemburg?

Bereits im Herbst 2013 stimmte Clearstream zu, 1,8 Milliarden Dollar der iranischen Zentralbank freizugeben, die auf einem Clearstream-Depotkonto bei der Citigroup in den USA lagen. (Foto: Gerry Huberty)
Nadia Di Pillo
Wirtschaft 11.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Neuer Ärger für Clearstream

Iran-Geschäfte: 1,7 Milliarden Dollar in Luxemburg?

In Luxemburg liegen laut der Nachrichtenagentur Reuters 1,7 Milliarden Dollar der iranischen Zentralbank auf dem Konto der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream. US-Kläger wollen nun Zugriff auf das Geld.

In den USA versuchen Hunderte Kläger vor Gericht Zugriff auf Vermögenswerte der iranischen Zentralbank zu bekommen, die auf einem Konto der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream in Luxemburg liegen. Es handele sich dabei um Papiere im Wert von 1,7 Milliarden Dollar. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf US-Gerichtsdokumente beruft.

Kläger im aktuellen Fall seien die Familien von US-Soldaten, die 1983 bei einem Bombenanschlag auf eine Kaserne in Beirut verletzt oder getötet wurden. Die Angehörigen der Soldaten machen den Iran für das Attentat in der libanesischen Hauptstadt verantwortlich und haben vor US-Gerichten Schadensersatz in Milliardenhöhe erstritten.

Nun versuchen sie, diese Gelder einzutreiben. Bereits im Herbst 2013 stimmte Clearstream zu, 1,8 Milliarden Dollar der iranischen Zentralbank (Bank Markazi) freizugeben, die auf einem Clearstream-Depotkonto bei der Citigroup in den USA lagen. "Nun haben die Kläger auch die Gelder in Luxemburg entdeckt und fordern deren Herausgabe", schreibt Reuters.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Iran fordert die Herausgabe von Vermögenswerten von knapp 5 Milliarden US-Dollar von der Luxemburger Deutsche-Börse-Tochter Clearstream. Teile des geforderten Vermögens sind allerdings durch Klagen blockiert.
Clearstream,Deutsche Boerse Group, Foto:Gerry Huberty